Christine Peitler: Verwurzelt im Glauben
So bunt ist Kärntens Kirche: Kärntner Pfarrgemeinderäte im Porträt - eine Serie des "Sonntag"
Alle sollen, ob Groß oder klein, Alt oder Jung, in die Pfarrarbeit mit eingebunden werden. Dazu mit allen das Gespräch suchen, damit gemeinsam etwas bewegt werden kann. von Ingeborg Jakl

„Ich bin im Glauben tief verwurzelt“, ein starker Satz, der für Christine Peitler, Obfrau des Pfarrgemeinderates in St. Peter im Katschtal, große Bedeutung hat. Für sie ist die Kirche der Ort, der ihr das von frühester Kindheit an vermittelt hat. Und mit dieser Gewissheit, fest im Glauben verankert zu sein, lässt sich alles meistern, lautet ihre Devise. Es ist ihr unerschütterlicher Glaube, der sie durch den Alltag und das Leben trägt, und der sie immer wieder bereichert. Kein Wunder, dass sie diese Erfahrungen weitergeben möchte, besonders an die Kinder und Jugendlichen in der Pfarre. Denn in einer lebendigen Pfarre kann sowohl Altes erhalten als auch Neues gestaltet werden, ist sie überzeugt. Und dieser Anspruch zählt auch im Pfarrgemeinderat, den sie seit der letzten Wahl vor fünf Jahren als Obfrau leitet.
Im Pfarrgemeinderat ist Peitler freilich schon viele Jahre tätig. Dabei ist ihr vor allem das gemeinschaftliche Tun wichtig. „Wir wollen alle zusammen an einer lebendigen Kirche, einer bunten Pfarre arbeiten.“ Dazu rechnet sie auch die regelmäßigen Familiengottesdienste, die Pfarrer Josef Hörner mit den einzelnen Gruppen gestaltet. Das Besondere nach so einem Familiengottesdienst ist die anschließende Agape. Die wird nämlich jeweils in Eigenregie von einem Verein im Ort organisiert. Da sind dann die Kultur- und Sportvereine genauso dabei wie die Sängerrunden und offerieren Brote, Mehlspeisen und Getränke.
Peitler ist Ehefrau und Mutter von drei erwachsenen Töchtern, und zählt neben der Familie und der Pfarrarbeit Musik zu ihren liebsten Hobbys. Mit Begeisterung singt und musiziert sowohl mit und in der Familie und unterstützt gesanglich seit vielen Jahren die Katschtaler Sängerrunde. Und wenn dann noch etwas Zeit übrig bleibt, unterstützt sie beruflich ihren Mann Alfred im gemeinsamen Betrieb „Schnitzstub´n Alfred Peitler“.