Organisation

Referat für Trauerpastoral

Wenn das Leben Spuren hinterlässt

Ein Einblick in die Zusammenhänge von Verlust, Trauma und Nervensystem

Wie gehen wir mit belastenden Erfahrungen um? Was geschieht in unserem Körper, wenn wir einen schweren Verlust erleben oder traumatische Ereignisse verarbeiten müssen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Vortrag von Annemarie Amlacher unter dem Titel „Verlust, Trauma und Nervensystem verstehen – was uns innerlich bewegt“.

Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass der Kern eines Traumas eine Überforderung ohne Lösung ist.

Das Wort Trauma bedeutet ursprünglich „Wunde“. Wie eine körperliche Verletzung kann auch eine seelische Wunde heilen. Oft bleibt jedoch eine Narbe zurück, die Teil der eigenen Lebensgeschichte wird.

Anschaulich erklärte die Referentin die Bedeutung unseres Nervensystems und seine wichtige Aufgabe, uns Sicherheit, Orientierung und Handlungsfähigkeit zu ermöglichen. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Vagusnerv, der eine zentrale Rolle für unsere innere Regulation, unser Wohlbefinden und unsere Fähigkeit spielt, nach belastenden Situationen wieder zur Ruhe zu finden.

Neben fundiertem Hintergrundwissen erhielten die Teilnehmenden auch praktische Anregungen. Mit einfachen Übungen wurde gezeigt, wie das Nervensystem im Alltag gestärkt und beruhigt werden kann. Diese leicht umsetzbaren Impulse können helfen, die eigene Selbstregulation zu fördern und in herausfordernden Situationen wieder mehr innere Stabilität zu gewinnen.

Ergänzend stellte die Referentin ausgewählte Buchempfehlungen für alle vor, die sich intensiver mit den Themen Trauma, Verlust und Nervensystem beschäftigen möchten.

Die Auseinandersetzung mit den Themen Verlust, Trauma und Nervensystem wird auch im Herbst fortgesetzt. Einen Überblick über alle Angebote bietet die neue Halbjahresbroschüre, die im September 2026 erscheint.