Füreinander da sein – in Zeiten der Trauer
Abschluss der Ausbildung zur/zum ehrenamtlichen Trauerbegleiter:in in der Diözese Gurk
Getragen von der Haltung des Miteinanders und der Bereitschaft zum Dasein füreinander fand die Ausbildung zur/zum ehrenamtlichen Trauerbegleiter:in ihren Abschluss. 15 engagierte Teilnehmer:innen haben teilgenommen, um ihre Zeit, ihre Lebenserfahrung und ihr Wissen in den Dienst der Diözese Gurk zu stellen. Aus ihrem gemeinsamen Weg sollen künftig achtsame und vielfältige Angebote entstehen. Wie persönliche Trauerbegleitung, Trauercafés, Gesprächsgruppen sowie eigene Initiativen für trauernde Menschen in den Pfarren, die Räume eröffnen, in denen Leid geteilt, Hoffnung behutsam gestärkt und Gemeinschaft erfahrbar wird.
In fünf intensiven und zugleich berührenden Einheiten wuchs die Gruppe zu einer Gemeinschaft zusammen. Der Weg war geprägt vom Ernst der Trauer ebenso wie von einer tiefen Verbundenheit im Glauben und im Menschsein. Ein respektvoller Umgang miteinander, das achtsame Hören aufeinander und die Offenheit für das, was unausgesprochen bleibt, standen im Mittelpunkt dieser gemeinsamen Zeit.
Die Ausbildung vermittelte grundlegende Kenntnisse der Trauerbegleitung. Von den unterschiedlichen Wegen der Trauer über einfühlsame Gesprächstechniken bis hin zum Umgang mit erschwerter Trauer. In einem besonderen Modul wurde die Bedeutung von Glaube und Spiritualität in Zeiten von Abschied und Verlust vertieft. Auch wurde die Notwendigkeit der eigenen Selbstfürsorge bewusst gemacht, um aus einer inneren Balance heraus für andere da sein zu können.
Einen wertvollen Beitrag leistete Michael Hallegger, der als Experte für Ehrenamtsengagement die Teilnehmenden über Möglichkeiten, Rahmenbedingungen und Unterstützung des ehrenamtlichen Dienstes in der Diözese Gurk informierte und ermutigte.
Diese Ausbildung verfolgt das Ziel, Pfarren in ihrer trauerpastoralen Arbeit nachhaltig zu stärken. Ehrenamtliche Trauerbegleiter:innen stellen sich Menschen in schweren Lebensphasen zur Seite und schenken ihnen Zeit, Zuwendung und ein hörendes Herz.
Der positive Gesamteindruck und das große Engagement der Teilnehmenden zeigen eindrucksvoll, wie wichtig solche Angebote für die Gemeinschaft sind. Um diesem wertvollen Dienst auch in Zukunft Raum zu geben, ist bereits jetzt eine weitere Ausbildung für den Sommer 2026 geplant.