Organisation

Referat für Trauerpastoral

Ein Jahr Trauercafé und Begegnungscafé - St. Martin am Techelsberg

Ein Ort der Begegnung, des Trostes und der Gemeinschaft

Vor einem Jahr luden die Initiatorinnen des Trauercafés, Angela, Maria und Andrea, erstmals zu einem gemeinsamen Nachmittag in den Pfarrsaal der Pfarre St. Martin am Techelsberg ein. Nun durfte das einjährige Bestehen dieses besonderen Angebotes gemeinsam gefeiert werden.

Mit einem Rückblick wurde das vergangene Jahr Revue passiert. Gestartet wurde das Trauercafé gemeinsam mit Pfarrer Johann Sedlmaier und drei Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Von Beginn an war das Ziel, einen geschützten Raum für Menschen in Trauer zu schaffen. Einen Ort, an dem gesprochen, zugehört und Gemeinschaft erlebt werden kann und im Laufe des Jahres wuchs die Gruppe stetig und entwickelte sich zu einem wertvollen Treffpunkt.

Jedes Treffen wurde durch interessante Referentinnen und Referenten bereichert. So standen unter anderem Themen rund um Bestattung und den Umgang mit Trauer auf dem Programm. Die Jagdhornbläser:innen entführten die Besucherinnen und Besucher in die Welt der Musik, ein Kräuterworkshop lud zum Entdecken der Natur ein, die Landjugend gestaltete einen Nachmittag mit und viele weitere abwechslungsreiche Themen sorgten für bereichernde Begegnungen.

Die Nachmittage bieten Gelegenheit zum Austausch, zum Zuhören und dazu, sich trotz aller Verluste wieder dem Leben zuzuwenden.

Zum Jubiläum überraschte Michaela Korak die Gäste mit einer eigens gestalteten Jubiläumstorte. Bürgermeister Johann Koban gratulierte herzlich zum ersten Geburtstag des Trauercafés und betonte in seiner Ansprache die große Bedeutung dieses Angebotes für die Gemeinde. Gleichzeitig bekräftigte er seine Unterstützung für den geplanten Gedenkort für Sternenkinder, der geschützt unter dem größten Baum am Friedhof St. Martin entstehen soll.

Astrid Panger vom Referat für Trauerpastoral unterstrich die Wichtigkeit eines Ortes, an dem Trauer und Verlust ihren Platz haben dürfen. Trauer sei in unserer Gesellschaft oft kein gern gesehenes Thema. Umso bedeutender sei es, Räume zu schaffen, in denen Menschen mit ihren Gefühlen willkommen sind. Mit dem Trauercafé im Pfarrsaal St. Martin am Techelsberg sei genau ein solcher Ort entstanden.

Auch kulinarisch wurden die Gäste verwöhnt: Frau Sigrid spendierte köstliche Schaumrollen, Frau Waltraud eine liebevoll gebackene Torte. Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgte Johannes, der erst am Vortag seinen 13. Geburtstag gefeiert hatte. Mit seinem Harmonikaspiel verlieh er dem Jubiläumsnachmittag eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre.

Das Trauer- und Begegnungscafé ist in diesem ersten Jahr zu einem Ort der Hoffnung, des Trostes und der Gemeinschaft geworden. Es zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Menschen in schweren Lebensphasen nicht alleine zu lassen. Mit Dankbarkeit blicken die Initiatorinnen auf das vergangene Jahr zurück und freuen sich darauf, auch weiterhin viele Menschen auf ihrem Weg begleiten zu dürfen – mit offenen Türen, offenen Ohren und offenen Herzen.