Erstes Austauschtreffen aller diözesanen Ausbildungsgruppen
"Pressing on to the higher love of my lord" (Bob Dylan): Berufung als Prozess
Zum Thema "Berufung als Prozess" kamen die Pastoralassistent:innen in Ausbildung, Priesterseminaristen, Kandidaten für den Ständigen Diakonat, sowie die Theologiestudierenden am 24.10. im Diözesanhaus zusammen. 20 Menschen ließen sich auf die Begegnung mit sich selber und den anderen im dialogischen Geschehen ein. Freudig konnten wir auch Seelsorgeamtdirektorin Mag.a Elisabeth Schneider-Brandauer begrüßen, für die die große Gruppe der (zukünftigen) Mitarbeitenden ein großes Zeichen der Hoffnung war.
Das Impulsreferat von Mag. a Gregoria Hötzer, Theologin und Psychotherapeutin führte an an das Thema heran.
Berufung ist kein einmaliges Erlebnis, sondern ein lebenslanger Prozess der Hörens, Prüfens und Antwortens auf die Anfrage des Lebens und Gottes.
Die zentrale christliche Grundberufung besteht darin, immer menschlicher und liebesfähiger zu werden, spezifische Berufe oder Lebensformen sind Ausdrucksformen dieser tieferen Grundberufung.
Berufung verlangt zugleich Offenheit für Veränderungen und Irritationen, um neue Erkenntnisse über sich selbst und die Welt zu erlangen. Sie entwickelt sich weiter durch ein dialogisches Leben mit sich selbst, den anderen, der Schöpfung, mit Gott. Selbstwahrnehmung von Körper, Gedanken, Gefühlen und inneren Stimmen hilft, den eigenen Weg bewusster zu erkennen. Wer dialogfähig bleibt und sich der Wirklichkeit stellt, kann Gottes Ruf im Alltag immer tiefer entdecken und verwirklichen.