Erfolgreicher Abschluss “der Ausbildung zur Pastoralassistentin”
Dreijährige Ausbildung mit breitem pastoralem Spektrum
Am 17. September 2026 präsentierten drei Pastoralassistentinnen ihre Abschlussarbeiten und schlossen damit ihre Ausbildung in der Diözese Gurk-Klagenfurt erfolgreich ab. Geleitet wurde der Ausbildungskurs von Bischöflicher Vikarin Dr.in Barbara Velik-Frank und Dr.in Mojca Bertoncel, sowie dem Leiter des Bereichs „Pastorale Berufe & Gemeindeberatung“, Dr. Michael Kapeller.
Die Abschlussarbeiten bestehen aus einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einer theologischen Fragestellung sowie der Dokumentation eines Projekts, das im Rahmen der Ausbildung geplant und durchgeführt wurde.
Kindermusicalwoche als gelebte Verkündigung
Mag.a Magdalena Riegler stellte ihre Arbeit über eine Kindermusicalwoche in der Pfarre St. Martin/Villach vor. Ausgangspunkt ihres Projekts ist die persönliche Überzeugung, dass das Wort Gottes tatsächlich Eu-Angelion ist – eine frohe und lebensbejahende Botschaft für die Menschen. Ausgehend vom Grundauftrag der Verkündigung, wie ihn auch das Apostolische Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus betont, entwickelt sie ein Verständnis von Mission, das die Freude am Glauben in den Mittelpunkt stellt. Der Gesang wird dabei als besonderer Zugang zur Seele verstanden, durch den die befreiende und heilende Kraft der Botschaft Gottes erfahrbar werden kann.
Zeitgemäße Firmvorbereitung
Dipl.-Päd.in Martina Schnögl präsentierte unter dem Titel „Zeichen, die berühren“ ein durchdachtes und praxisnahes Konzept für eine zeitgemäße Firmvorbereitung in der Pfarre St. Josef-Siebenhügel in Klagenfurt. Ihre Arbeit zeichnet die historische Entwicklung des Firmsakramentes nach und beschreibt den Weg hin zu einer bewussten und persönlichen Entscheidung für ein christliches Leben. Dabei setzt sie sich mit Fragen nach der Bedeutung der Firmung in der heutigen Zeit sowie nach dem angemessenen Firmalter auseinander und zeigt die Chancen auf, die das Sakrament jungen Menschen und der Kirche eröffnet.
Pastorale Praxis im Fokus
Carina Wetternig verfasste ihre Arbeit zur Heilig-Haupt-Andacht in der Stadthauptpfarre St. Egid/Klagenfurt, die dort eine besondere spirituelle Stellung einnimmt.
Durch ihre Mitarbeit wurde ein zeitgemäßes liturgisches Konzept entwickelt, das Tradition, kreative Gestaltung und seelsorgliche Offenheit verbindet.
Die vorliegende Arbeit beleuchtet sowohl die historische und theologische Entstehung, besonders hervorgehoben wird das Jahr 2020, in dem die Verfasserin an der innovativen digitalen Weiterführung der Andacht während der COVID-19-Pandemie mitwirkte.
Dreijährige Ausbildung mit breitem pastoralem Spektrum
Die Ausbildung zum/r Pastoralassistent:in ist auf drei Jahre angelegt und umfasst 32 Präsenztage, Selbststudium, Hospitationen, ein Praktikum sowie die Erstellung einer Diplomarbeit. Die zeitliche Gestaltung der Kurseinheiten ermöglicht eine berufsbegleitende Absolvierung.
Voraussetzungen für die Teilnahme sind ehrenamtliches Engagement in der Kirche, eine theologische Qualifikation, etwa durch theologische Kurse oder ein Bachelorstudium der Theologie, sowie ein Aufnahmegespräch. Die theologische Grundqualifizierung kann auch parallel zur Ausbildung erworben werden.
Zu den zentralen Ausbildungsinhalten zählen unter anderem Kinder- und Jugendpastoral, seelsorgliche Gesprächsführung, Spiritualität und Gebetsformen, Projektmanagement, Biografiearbeit, Beziehungspastoral, Kranken- und Altenpastoral, Trauerbegleitung und Begräbnisfeiern, Methoden der Bibelarbeit, Ökumene sowie Fragen von Mission und Evangelisierung.