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Sr. Maria-Andreas Weißbacher mit Ute-Bock-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet

"SOS Mitmensch" zeichnet die Wernberger Ordensschwester Maria-Andreas Weißbacher CPS und Wiener Schülerinitiativen gegen Abschiebungen aus

Sr. Maria-Andreas Weißbacher scheut das Licht der Öffentlichkeit nicht. (Archivfoto: Karl-Heinz Kronawetter)
Sr. Maria-Andreas Weißbacher scheut das Licht der Öffentlichkeit nicht. (Archivfoto: Karl-Heinz Kronawetter)

Wien, 27.04.2021 (KAP) Für besondere Zivilcourage zeichnet "SOS Mitmensch" mit ihrem diesjährigen Ute-Bock-Preis die Ordensfrau Sr. Maria-Andreas Weißbacher sowie Schulinitiativen gegen Abschiebungen von Kindern aus. Die Missionsschwester vom Kostbaren Blut im Kloster Wernberg werde "als mutige Vorkämpferin für den Schutz von Geflüchteten geehrt", informierte die Hilfsorganisation in einer Aussendung am Dienstag. Ausgezeichnet werden mit dem seit 1999 vergebenen Preis auch die beiden Wiener Schüler Tierra Rigby und Theo Haas, die sich gegen die Abschiebung ihrer Mitschülerinnen eingesetzt haben. Die mit 4.000 Euro dotierten Preise werden am Mittwoch (5. Mai) um 19 Uhr in einer Online-Zeremonie überreicht; die Laudatio halten Pfarrer Helmut Schüller und die Autorin Madeleine Darya Alizadeh.

Brücken bauen und Einsatz für interreligiösen Dialog

"Anstatt Menschen nach Herkunft oder Religion zu spalten und auseinanderzudividieren, wie es Teile der Politik tun, hat sie Brücken gebaut und sich intensiv für interreligiösen Dialog eingesetzt", begründete Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, die Auszeichnung für Weißbacher. Die pensionierte Lehrerin setzt sich in Kärnten seit vielen Jahren für den Schutz von Geflüchteten ein und half u.a. mit, den Skandal rund um die Saualm-Unterbringung von Asylsuchenden aufzudecken, weiters protestierte sie gegen die von Jörg Haider initiierte rassistische "Kärnten wird tschetschenenfrei"-Kampagne.
"Sie hat überall dort hingeschaut und geholfen, wo andere weggeschaut haben. Dabei hat sie einer populistischen und teilweise auch offen rassistischen Politik immer wieder mutig und unerschrocken die Stirn geboten", so Polak. Und weiter: "Es braucht mehr Menschen wie sie im Land."

Bischof Marketz würdigt unermüdlichen Einsatz von Sr. Maria-Andreas Weißbacher für die Schwächsten der Schwachen

Die Verleihung des diesjährigen "Ute-Bock-Preises" von „SOS Mitmensch“ an Sr. Mag. Maria-Andreas Weißbacher CPS ist für Diözesanbischof Dr. Josef Marketz „Ausdruck einer besonderen und verdienten Würdigung ihres Wirkens“. Sr. Maria-Andreas setze sich, so der Kärntner Bischof, „mit Leidenschaft, Empathie und Liebe in besonderer Weise für Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen ein“. Sie erhebe prophetisch ihre Stimme für die Schwächsten der Schwachen und stehe geflüchteten Menschen unermüdlich und würdevoll zur Seite. „Dabei lässt sich Sr. Maria-Andreas von den Geschichten der Menschen am Rande berühren und kann andere zum Handeln ermutigen. Sie bleibt ihrem christlichen Auftrag mutig treu und scheut auch nicht den Widerstand“, so Bischof Marketz. (LINK zur Presseaussendung)

Schüler*innen-Initiative gegen Abschiebung

Ausgezeichnet mit dem nach dem 2018 verstorbenen Wiener Erzieherin und Flüchtlingshelferin Ute Bock benannten Preis werden auch die Schülerin Tierra Rigby (HLW10) und der Schüler Theo Haas (GRG Stubenbastei). Sie hatten sich im Jänner gegen die bevorstehende Abschiebung ihrer Mitschülerinnen Sona und Tina nach Armenien gewehrt und damit eine "große Öffentlichkeit wachgerüttelt".

Die Menschenrechtsorganisation wolle mit der Vergabe des Ute-Bock-Preises für Zivilcourage "auf die große Bedeutung der Unterstützung von Menschen in Not und der Wahrung des Kindeswohls" hinweisen, heißt es in der Aussendung. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u.a. Vinzipfarrer Wolfgang Pucher sowie Initiativen wie Ehe ohne Grenzen.

Bericht: Kathpress.at / Ergänzungen Internetredaktion Gurk
Weitere Infos: www.sosmitmensch.at