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Musiker und Komponist Nikolaus Fheodoroff verstorben

 (© Foto: Pressestelle)
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Klagenfurt, 29. 8. 11 (pgk). Prof. Dr. Nikolaus Fheodoroff, Musiker, Komponist, Musikpädagoge und Chorleiter, ist am vergangenen Freitag im 80. Lebensjahr verstorben. Die Diözese trauere mit der Familie um den großen Musiker und Komponisten Professor Dr. Nikolaus Fheodoroff, sagte Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz. „Er war und ist für uns in Kärnten eine große christliche Persönlichkeit, ein ,Vorbeter‘ bei der Schiffsprozession, ein gläubiger Katholik mit großem Wissen um Liturgie und Gottesdienst. Er war vielen eine motivierende Stimme für Sologesang und regelmäßiges Singen in namhaften Kärntner Chören. Im Gebet für ihn eintretend, erbitte ich ihm ein Leben im himmlischen Jerusalem. Das Gebet für den Verstorbenen wird sicher von vielen die Dankbarkeit für sein Wirken und seine Verdienste in Erinnerung halten“, so Bischof Schwarz.

Fheodoroff, am 15. September 1931 in Villach geboren, maturierte 1949. Sein Studium an der Universität Wien beendete er mit den Lehrämtern in Musik und Germanistik, einer Reifeprüfung der Kapellmeisterschule, den Reifeprüfungen aus Musiktheorie und Komposition, einer Staatsprüfung aus Orgel und mit einem Doktorat der Philosophie. Fheodoroff arbeitete anschließend als Professor für Deutsch und Musik. Von 1964 bis 1991 leitete er die Musikabteilung des ORF-Landesstudios Kärnten. 1967 übernahm er die Leitung des ORF-Kammerchores sowie1970 die Leitung des Rundfunkchores.
Fheodoroff war Mitglied in der Diözesankommission für Kirchenmusik sowie in weiteren diözesanen Gremien tätig. Zum Diözesanjubiläum arbeitete er im Hauptarbeitskreis für die Vorbereitung mit und erhielt den Kompositionsauftrag durch die Diözese für die „Gurker Festmesse“.
1968 war Fheodoroff Gründungsmitglied des Festivals „Carinthischer Sommer“, ab 1980 Obmann des „Vereins Carinthischer Sommer“. 1974 übernahm Fheodoroff den Kärntner Madrigalchor Klagenfurt als ständiger künstlerischer Leiter bis 1998.
1981 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Ritter des Silvesterordens. In Anerkennung seiner Leistungen und seiner besonderen Verdienste um die Kirchenmusik in der Diözese Gurk verlieh ihm Bischof Schwarz 2009 die Cäcilien-Medaille in Gold. Fheodoroff war Träger zahlreicher weiterer Preise und Auszeichnungen, unter anderem auch des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst, des Großen Goldenen Ehrenzeichens und des Kulturpreises des Landes Kärnten, des Walter-von-der-Vogelweide-Medaille in Gold des Österreichischen Sängerbundes sowie des Kulturpreises der Stadt Villach.

 

Hinweis: Das Begräbnis wird am Montag, dem 5. September, um 14 Uhr auf dem Friedhof Klagenfurt St. Martin stattfinden. Anschließend wird in der Pfarrkirche St. Josef-Siebenhügel die Seelenmesse gefeiert.