16. Oktober: Bischof Schwarz feiert Fernsehgottesdienst in Gurk
Live-Übertragung in ORF 2, Radio Kärnten und Radio Agora

Klagenfurt, 14. 10. 11 (pgk). Fernsehgottesdienst und ORF-Jubiläumsfest aus Gurk: Anlässlich der 4.000sten Sendung von „Servus, Srečno, Ciao“ wird Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz gemeinsam mit Stiftspfarrer Msgr. Mag. Gerhard Christoph Kalidz am kommenden Sonntag, dem 16. Oktober, um 9.30 Uhr einen Fest- und Dankgottesdienst zu Ehren der hl. Hemma im Gurker Dom feiern. Der ORF Kärnten wird diesen Gottesdienst inklusive dem Rahmenprogramm anlässlich des Jubiläums von 9.05 Uhr bis 11 Uhr in ORF 2 mit Lokalausstieg, in Radio Kärnten und im slowenischen Programm des ORF auf Radio Agora live aus Gurk übertragen.
Die hl. Messe mit dreisprachigen liturgischen Elementen steht unter dem Motto „Messe der guten Nachbarschaft“. Musikalisch mitgestaltet wird der Gottesdienst vom Stiftschor Dom zu Gurk (Ltg. Ingrid Klogger), dem Bläserquintett der Bauernkapelle Isopp (Ltg. Prof. Gottfried Isopp) und dem Jugendchor Danica (Ltg. Barbara Mistelbauer). Im Anschluss an die hl. Messe laden ORF-Landesdirektor Willy Haslitzer und Landeshauptmann Gerhard Dörfler zur Agape ein.
Die hl. Hemma sei durch ihr Länderübergreifendes Wirken „ein lebendiges Beispiel für die grenzüberschreitende Kraft des Christentums“, sagt Bischof Schwarz. Die Sendung „Servus, Srečno, Ciao“ fördere ebenso diesen „senza confini“-Gedanken „Mit dem Gottesdienst in Gurk wollen wir diese länderübergreifende Dimension des Christentums im Alpe-Adria-Raum und damit die gemeinsame und verbindende Wurzel und christliche Tradition in dieser Dreiländerregion deutlich machen“, so der Kärntner Bischof.
Die Sendung „Servus, Srečno, Ciao“ wurde 2000 vom damaligen Radio Kärnten-Programmverantwortlichen Willy Haslitzer initiiert. „Nach einem Jahrzehnt ist die Sendung nun zum Synonym für einen weltoffenen Lebensstil am Schnittpunkt dreier Kulturen in einer der schönsten und vielfältigsten Gegenden der Welt geworden“, betont Direktor Haslitzer.
Die Sendung wurde mehrfach ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem höchsten Volksgruppen-Award, dem „Einspieler-Preis“, den auch Kardinal König erhalten hat.
Hl. Hemma – Landesmutter Kärntens
Die hl. Hemma, die heute als Landesmutter Kärntens verehrt wird, stiftete in Gurk 1043 eine Marienkirche und ein Kloster, für das sie Benediktinerinnen vom Stift Nonnberg in Salzburg nach Gurk holte. Damit begründete sie die Bedeutung von Gurk als „spirituelle Wiege“ der Diözese.
Hemma von Gurk wurde um 980 als Gräfin von Friesach-Zeltschach geboren. Nach dem Tod ihres Mannes, Graf Wilhelm von der Sann, und der Ermordung ihres Sohnes verwendete sie alle ihre Besitzungen in Kärnten, Steiermark und Krain für verschiedene geistliche Stiftungen, so zum Beispiel für das Nonnenstift Gurk und das Benediktinerstift Admont in der Steiermark. Darüber hinaus ließ sie in der Umgebung von Gurk sechs Kirchen bauen. Bekannt waren auch ihr Einsatz und ihre offene Hand für die Bedürftigen. Bereits zu Lebzeiten Hemmas setzte daher eine breite und intensive Wertschätzung und Verehrung ein, die auch mit ihrem Tod am 29. Juni 1045 nicht abbrach. Ihre Grabesstätte befindet sich seit 1174 in der Krypta des Gurker Domes und ist heute Ziel zahlreicher Pilgerinnen und Pilger. Die Hemma-Verehrung ist weit über unsere Landesgrenzen hinaus, vor allem auch in Slowenien, verbreitet. Nach der Seligsprechung 1287 wurde Hemma von Gurk am 4. Jänner 1938 zur Heiligen erklärt. Der Festtag der hl. Hemma ist der 27. Juni. Anlässlich der Heiligsprechung der hl. Hemma vor 75 Jahren soll der Hemmatag am 27. Juni 2013 in der Diözese Gurk besonders feierlich begangen werden.