Eine Pilgerreise voller Höhepunkte
Paris, Reims, Colmar, Strasbourg und Augsburg ... 6. bis 11. September 2026
Paris, Reims, Colmar, Strasbourg und Augsburg
32 Pfarrmitglieder, ein Bus voller Vorfreude und sechs Tage, die uns nicht mehr loslassen werden: Unter der geistlichen Leitung von Propst Dr. Richard Pirker machte sich die Stadthauptpfarre Villach St. Jakob auf eine unvergessliche Reise an die Seine – mit Zwischenstationen in Reims, Colmar, Straßburg und Augsburg, die aus der Städtereise eine echte Wallfahrt machten.
Mit Wastian-Reisen starteten wir vom Parkplatz Draubodenweg. Bei einer von der Familie Lang gesponserten Jause am Chiemsee wuchs die Reisegesellschaft rasch zusammen, ehe wir müde, aber glücklich in Saarbrücken ankamen.
Schon am nächsten Mittag erwartete uns dann das ersehnte Ziel: Paris! Kaum die Koffer abgestellt, zog es uns zur Kathedrale Notre-Dame, die seit dem Brand von 2019 für Wiederaufbau und Hoffnung steht und erst im Dezember 2024 wiedereröffnet wurde – ein Moment, der viele von uns zutiefst berührte.
Nach einer Stadtrundfahrt genossen wir hoch über den Dächern von Paris, im Restaurant des Eiffelturms, ein herrliches Drei-Gänge-Menü mit genialem Blick über die Stadt, ehe uns der Weg zum imposanten Arc de Triomphe und zur Champs Elysée führte.
Ein besonderer Tag führte auf den Montmartre: In der Basilika Sacré-Cœur erlebten wir eine eindrucksvolle Sext, gesungen von acht Nonnen vor dem ausgesetzten Allerheiligsten. Über den Künstlerplatz Place du Tertre, vorbei an den einstigen Schauplätzen berühmter Maler, ging es zum Cimetière de Montmartre mit den Gräbern Berühmter wie Émile Zola. In der Kirche La Trinité erlebten wir bei herausragender Akustik die berühmte Cavaillé-Coll-Orgel mit Bachs Toccata.
Pfarr- und Seminarkirche Saint-Germain-l'Auxerrois
Von der Dachterrasse der Galeries Lafayette genossen wir den Blick über Paris, bevor wir zum innigsten Moment der Reise fuhren: In der Pfarr- und Seminarkirche Saint-Germain-l'Auxerrois nahe dem Louvre feierten wir mit Propst Pirker und unserem kleinen Chor die heilige Messe in der Kapelle der Jungfrau Maria (der älteste Teil der Kapelle stammt aus dem 14. Jh). Diese Kirche war Jahrhunderte lang Haupt- und Hofkirche der französischen Könige. Nach dem Brand der Notre-Dame de Paris im April 2019 diente sie ab September als provisorische Bischofskirche für das Erzbistum Paris. Traurige Berühmtheit erlangte sie 1572, als ihre Glocken das Signal zur Bartholomäusnacht, zum Massaker an den Hugenotten gaben.
Der Isenheimer Altar, Meilenstein der europäischen Kunstgeschichte
Weiter ging es nach Reims, zur Krönungskathedrale Notre-Dame de Reims mit ihren tiefblauen Chagall-Fenstern, dann nach Colmar zum weltberühmten Isenheimer Altar, dem Meisterwerk der deutschen Tafelmalerei von Matthias Grünewald, im Musée Unterlinden, und schließlich in die malerische Altstadt von Straßburg mit ihrem Münster.
Auf der Heimreise besuchten wir Augsburg mit dem fast fertig restaurierten Goldenen Saal, der Perlachkirche mit dem Bild der Knotenlöserin und feierten im altehrwürdigen Dom von Augsburg, in der dortigen Marienkapelle, den Abschlussgottesdienst unserer Reise.
Ein großes Dankeschön gebührt unserem Busfahrer Wolfgang Standner, der uns nicht nur gelassen durch das Pariser Verkehrschaos manövrierte, sondern wohlbehalten zurück nach Villach brachte.
Sechs Tage, unzählige historische und kunsthistorische Eindrücke und Gottesdienste, die dieser Reise ihren geistlichen Rahmen gaben: Paris, Reims, Colmar, Straßburg und Augsburg werden der Stadthauptpfarre Villach St. Jakob als Wallfahrt in Erinnerung bleiben, die Glauben, Kultur und Gemeinschaft wunderbar verwoben hat.
Vergelt's Gott allen, die diese Fahrt möglich und interessant gemacht haben: Dr. Richard Pirker, DDr. Peter Wiesflecker, Mag. Elisabeth Regittnig, Mag. Gabriele Raup, Mag. Beatrice Haidl, unsere Starfotografen Heidi Cas-Brunner und Richard Mak, Helga und Gerhard Lang und Hannes Klammer.
Im nächsten Pfarrblatt gibt es einen ausführlichen Reisebericht.