Erinnerungen an eine wunderschöne Polenreise
„Das Leben ist eine Reise, keine Destination.“
Am Montag, dem 14. September 2026 brachen wir auf – wir, das waren 40 Personen aus Ferndorf, Kamering, Paternion, Stockenboi, Molzbichl, Schwarzenbach…reisefreudige Leutchen, die es kaum erwarten konnten, wieder oder von neuem einen Teil von Polen zu erkunden. Natürlich reisten wir auch diesmal unter der fachkundigen Leitung von Herrn Pfarrer Karol Spinda.
Das Flugzeug brachte uns von Laibach nach Warschau, wo wir am Nachmittag landeten und bereits kurz drauf die Altstadt erkundeten.
Nach der ersten Übernachtung fuhren wir mit einem nur für uns gecharterten Reisebus und einer dazugehörenden Reiseleiterin in die wunderschöne Seenlandschaft der Masuren. Ermland – Masuren heißt die Region, die durch ihre 3000 Seen weitum bekannt ist. Nach dem Check-in in einem romantischen Hotel an einem kleinen See in der Nähe von Gizycko brachte uns der Bus in die Stadt, von der aus wir zu einer Schifffahrt aufbrachen. Über drei Seen, die durch Kanäle miteinander verbunden sind, erkundeten wir die wunderschöne unberührte Natur der Masurenplatte.
Am nächsten Tag ging es weiter zum großen Wallfahrtsort Sw. Lipka, was so viel wie „Heilige Linde“ heißt. In diesem riesigen Gotteshaus, das uns ein wenig an Maria Zell erinnerte, durften wir den herrlichen Klängen der Orgel lauschen. Das Besondere an dieser Orgel sind die goldenen Figuren, die sich zu einzelnen Orgelpfeifen bewegen , also nicht nur ein Genuss für die Ohren sondern auch für die Augen. Nach einem typisch polnischen Mittagessen mit Piroggen und Rote-Rübe-Suppe unternahmen wir eine Kahnfahrt auf der Krutynia.
Dzien dobry – so begrüßten wir uns an jedem neuen Morgen, gespannt, welche Besonderheiten uns der Tag bringen würde…So auch am Donnerstag. Auf dem Weg Richtung Danzig kamen wir in den Genuss einer Fahrt auf dem Oberländischen Kanal. „Schiff über Land“ hieß es plötzlich. Und so war es auch. Unser Schiff wurde von Elblag ausgehend über 5 Schleusen „über Land“ gezogen. Ein spektakuläres Erlebnis!
Auch der Besuch der Marienburg, der größten Burganlage der Welt (!) einem Backsteinbau der Hochmeister, war überwältigend.
Am Abend erreichten wir schließlich unser nächstes Hotel in Danzig.
Der Freitag war vollständig der Stadt Danzig gewidmet. Eine Stadt, in der man an jeder Ecke etwas Nettes oder historisch Bedeutendes entdecken kann. In Oliwa, einem Ortsteil von Danzig besuchten wir die längste Kirche des Landes. Mit einem Besuch an der Ostsee in Sopot, dem bekannten Kur- und Badeort und einem Abendspaziergang in Danzig ging auch dieser Tag zu Ende. Die vielen Eindrücke ließen uns immer wieder neu über dieses schöne und saubere, weit entwickelte und fremdenfreundliche Land staunen.
Am Samstag mussten wir leider von Danzig Abschied nehmen und fuhren wieder Richtung Warschau.
Unsere liebenswerte und intelligente Reiseleiterin Renata erzählte uns so viel Interessantes über Polen und seine Spezialitäten, dass uns nie langweilig wurde, selbst nach einer Fahrt über insgesamt 1.500 km.
Nach einem Zwischenstopp in Torun, der Stadt des Nikolaus Kopernikus, auf dessen Spuren wir gewandelt sind, mussten wir uns von unserem „Madamchen“ Renata leider verabschieden.
Nach einem letzten Aufenthalt in Warschau und dem Besuch des Königsschlosses nahmen wir Abschied von Polen und stiegen wieder in den Flieger nach Laibach.
Wir sind uns einig, eine wunderschöne Reise erlebt zu haben, die Dank der perfekten Organisation und liebevollen Betreuung durch unseren Herrn Pfarrer so gelungen und beeindruckend in Erinnerung bleiben wird.
Polen wir kommen wieder!
Edith Heger