Kirchtag in Fresach
Der Kirchtag in Fresach verband an diesem Tag einiges: katholisch und evangelisch, Erinnerung und Gegenwart und einen alten Heiligen mit höchst aktuellen Fragen.
Fresach Kirchtag wurde am Sonntag, dem 4. Oktober, gefeiert. Um 10.15 Uhr begann der Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Und das Datum passte bestens: Der 4. Oktober war zugleich der Gedenktag des hl. Franz von Assisi.
Franziskus stand deshalb auch im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Pfarrer Rudi Pacher erinnerte in seiner Predigt an seinen ungewöhnlichen Lebensweg. Aus dem Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers wurde ein Mann, der Besitz und gesellschaftliches Ansehen hinter sich ließ. Zu den Erfahrungen, die zu seiner Bekehrung beitrugen, gehörten seine Gefangenschaft und besonders die Begegnung mit Armen und Aussätzigen. Gerade dort, wo er früher lieber Abstand gehalten hatte, begann sich sein Leben zu verändern.
Aus diesem persönlichen Neuanfang entstand bald eine Bewegung. Immer mehr Menschen schlossen sich Franziskus an. Der neue Orden verbreitete sich erstaunlich schnell. Franziskus machte sich deshalb auf den Weg nach Rom und erhielt von Papst Innozenz III. die Zustimmung für seine Lebensweise.
Sein Weg führte ihn schließlich auch über Italien hinaus. Während der Kreuzzüge reiste er nach Ägypten und begegnete dort dem Sultan al-Malik al-Kamil. Während andere gegeneinander kämpften, suchte Franziskus das Gespräch. Damals ungewöhnlich und heute vielleicht notwendiger denn je.
Nach der Kommunion kam dann auch die Zech zum Gottesdienst hinzu. Pfarrer Rudi Pacher begrüßte die Mitglieder herzlich. Anschließend wurde der von ihnen mitgebrachte Wein gesegnet.
Nach dem Gottesdienst ging es weiter in die Ortsmitte zum Kriegerdenkmal. Dort beteten der evangelische und der katholische Pfarrer gemeinsam für die Verstorbenen und für den Frieden.