Pfarre

Fresach

Gemeinsam auf dem Weg

Ökumenisch pilgern in Fresach

Manchmal braucht Beten keine großen Worte. Manchmal reichen auch zwei Füße und die Bereitschaft, sich auf den Weg zu machen. „Beten mit den Füßen“ könnte man dazu sagen. Jeder Schritt kann zum Gebet werden. Und unterwegs begegnet man nicht nur Gott, sondern auch der Schöpfung, anderen Menschen und manchmal sogar sich selbst.

Beim Ökumenischen Weg in Fresach wurde dieser Gedanke am 27. September ganz praktisch umgesetzt. Christinnen und Christen beider Konfessionen machten sich gemeinsam auf den Weg. Es wurde gebetet und geschwiegen, geredet und zugehört. Und natürlich auch gegangen.

Gestartet wurde um 9 Uhr mit einer kurzen Andacht in der katholischen Kirche Fresach. Geleitet wurde sie von Wortgottesdienstleiterin Ulli Themeßl. Danach führte der gemeinsame Weg durch Fresach bis zum Ortsende. In einem Waldstück wurde Halt gemacht. Zeit für eine weitere Station, für ein Gebet und einen kurzen Moment der Besinnung. Anschließend ging es wieder zurück nach Fresach und weiter zur evangelischen Kirche. Dort fand der Ökumenische Weg seinen Abschluss mit einer Andacht, die der evangelische Pfarrer Ralf Isensee leitete.

In den beiden Kirchen und auch unterwegs wurde daran erinnert, dass wir alle auf dem Weg sind. Manchmal auf verschiedenen Wegen, aber mit demselben Ziel. Manchmal muss man einfach gemeinsam losgehen, damit dieses gemeinsame Gehen zu einem sichtbaren Zeichen dafür wird, dass Christinnen und Christen der gemeinsame Glaube an Christus verbindet. Und vielleicht ist Ökumene manchmal tatsächlich ganz einfach: miteinander beten, miteinander reden und einen Schritt nach dem anderen gemeinsam gehen.