Zwischen Steinen und Segen – der Weg des heiligen Stephanus heute!
In großer Gemeinschaft wurde in der kleinen Filialkirche in Deinsberg ob Guttaring der Festgottesdienst zum Gedenken an den heiligen Stephanus gefeiert. Die voll besetzte Kirche zeugte davon, wie lebendig dieses Fest im Glauben der Pfarrgemeinde verankert ist.
Am Altar stand Diakon Wolfgang Kahle, unterstützt von Pastoralassistentin Sabine Kahle, sowie von Mitgliedern der Firmgruppe Guttaring – Joseph, Andy und Katja – und den Ministrant:innen Christopher, Mia und Lukas. Auch die übrigen Firmlinge aus Guttaring feierten in den Kirchenbänken aufmerksam mit und setzten so ein sichtbares Zeichen gelebter Jugendkirche.
Die musikalische und gesangliche Gestaltung lag in den Händen von Heidi Stingl sowie Christine und Helena Graslober. Cilli Binder wirkte als Kantorin und trug mit ihrem Dienst wesentlich zur würdigen und stimmungsvollen Feier bei.
In seiner Predigt spannte Diakon Wolfgang Kahle den Bogen vom ersten Märtyrer Stephanus in die Gegenwart. Er sprach von den „Steinigungen unserer Zeit“, die heute nicht mehr mit Steinen, sondern mit Worten, Ausgrenzung und Taten geschehen – oft leise, aber nicht weniger verletzend.
Besonders berührend war die anschließende Meditation, vorgetragen von Edith Stingl gemeinsam mit ihrem Enkel Christopher, in der die Wünsche früherer Generationen jenen von heute gegenübergestellt wurden – ein Moment, der viele Mitfeiernde tief bewegte.
Ein weiterer feierlicher Höhepunkt war die Segnung von Wasser und Salz durch den Diakon. Im Anschluss an den Gottesdienst versammelte sich die Gemeinde am Pfarrvorplatz, wo die wartenden Pferde sowie Hafer und Brot gesegnet wurden – ein schöner Ausdruck der Verbundenheit von Glauben, Schöpfung und gelebter Tradition.
Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt auch Mesnerin Klothi für die liebevolle und sorgfältige Vorbereitung der Kirche sowie ihrem Vater Rupert, der gerade an den Festtagen immer wieder tatkräftig mithilft und so wesentlich dazu beiträgt, dass die Feiern in würdigem und feierlichem Rahmen gelingen.
So wurde der Stephanustag zu einer Feier, die Mut machte: den Weg des heiligen Stephanus auch heute zu gehen – mit offenen Herzen, wachsamen Worten und segnenden Händen.
PAss Sabine Kahle