Dankbarkeit, die den Blick verändert – Erntedankfest in Deinsberg ob Guttaring!
Eine bis auf den letzten Platz gefüllte Filialkirche, festlich geschmückte Erntegaben und eine spürbare Gemeinschaft prägten das Erntedankfest in Deinsberg ob Guttaring.
Viele Gläubige waren gekommen, um gemeinsam für die Früchte der Erde, für die Arbeit der Menschen und für all das zu danken, was im Leben oft selbstverständlich erscheint.
Gemeinsam mit den Ministrantinnen und Ministranten Christopher, Luka, Mia und Mattheo und der Pastoralassistentin Sabine zog Diakon Wolfgang in die festlich vorbereitete Kirche ein.
Einen besonders schönen und aussagekräftigen Akzent setzte die Gabenprozession.
Brot und Getreideähren, Obst und Gemüse, Weintrauben und Sonnenblumen wurden nach vorne zum Altar getragen.
Jede dieser Gaben erzählte auf ihre Weise von der Ernte – und zugleich davon, dass unser Leben von vielem getragen wird, das wir nicht selbst machen und nicht selbstverständlich voraussetzen können.
Dieser Gedanke stand auch im Mittelpunkt der Predigt!
Dabei wurde der Blick auch auf jene Menschen gelenkt, deren Arbeit hinter den Lebensmitteln auf unseren Tischen steht.
Gerade angesichts zunehmender Wetterextreme, Trockenheit, Hitze, Starkregen und Unwetter gilt den Bäuerinnen und Bauern und ihren Familien besonderer Dank.
Sie säen, pflanzen, pflegen und ernten und müssen zugleich darauf vertrauen, dass die Natur ihre Arbeit mitträgt.
Erntedank wurde damit nicht nur als Dank für eine gute Ernte verstanden, sondern auch als Einladung zu einem bewussteren Umgang mit der Schöpfung.
Wir sind nicht die Eigentümer dieser Erde – wir sind ihre Hüter.
Musikalisch wurde der festliche Gottesdienst von Heidi Stingl am Keyboard und durch den gemeinsamen Volksgesang gestaltet.
Die vertrauten Lieder und das gemeinsame Singen gaben der Feier einen besonders festlichen und zugleich familiären Charakter.
Ein herzlicher Dank galt auch Mesnerin Klothi, die mit viel Herzblut, Zeit und Liebe zum Detail die Filialkirche für diesen besonderen Gottesdienst vorbereitet und festlich gestaltet hatte.
Nach der Feier endete die Gemeinschaft nicht an der Kirchentür.
Bei einer Agape am Pfarrplatz blieb noch Zeit für Begegnungen, Gespräche und ein gemütliches Beisammensein.
So wurde das Erntedankfest in Deinsberg zu mehr als einem schönen Gottesdienst. Es erinnerte daran, dass zwischen einer Getreideähre, einem Stück Brot und unserem täglichen Leben eine Verbindung besteht, die im Alltag leicht übersehen wird:
Nicht alles, was wir haben, ist selbstverständlich. Vieles ist Geschenk. Und wer das wieder erkennt, für den bekommt auch das kleine Wort „Danke“ eine ganz neue Tiefe.
PAss Sabine Kahle