Dekanat

Dekanat Krappfeld

„Herr, lehre uns beten“ – Geistliche Vertiefung beim Einkehrtag des Dekanats Krappfeld

Am 21. Februar fand im Pfarrzentrum Althofen der diesjährige Einkehrtag des Dekanats Krappfeld statt – ein geistlicher Tag, der von großer Beteiligung und spürbarer innerer Sammlung getragen war.
Priester, Diakone, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreiche engagierte Gläubige folgten der Einladung und setzten damit ein starkes Zeichen der Verbundenheit im gemeinsamen Dienst.

Die thematische Vorgabe kam von Dechant Kons. Rat Lawrence Pinto, der den Einkehrtag unter das Leitwort „Herr, lehre uns beten“ (Lk 11,1) stellte.
Ein Wort, das gerade in herausfordernden Zeiten neu zur Mitte führt.

Als Referent begleitete MMag. Kan. Herbert Burgstaller die Teilnehmenden mit großer Einfühlsamkeit und geistlicher Tiefe durch die Impulse des Tages.

Er machte deutlich - Gebet ist nicht zuerst eine Methode oder eine Frage der Quantität, sondern Beziehung – ein hörendes Verweilen vor Gott, ein Vertrauen, das aus der Begegnung wächst.
Nicht unsere vielen Worte tragen das Gebet, sondern Gottes Gegenwart trägt uns.

In den anschließenden Gruppenarbeiten wurde intensiv weitergedacht, ausgetauscht und persönlich reflektiert.
Die Ergebnisse, die im Plenum vorgestellt wurden, zeigten die Vielfalt der Erfahrungen im Dekanat – ehrlich, suchend und zugleich hoffnungsvoll.
Das gemeinsame Nachdenken wurde so selbst zu einem geistlichen Wegstück.

Den Abschluss bildete die Feier der Heiligen Messe mit Pfarrprovisor Dr. John Opara, Kaplan Ajayan Joseph und Diakon Wolfgang Kahle.

In der Eucharistie fand der Einkehrtag seine geistliche Mitte: Das Hören auf Gottes Wort und das gemeinsame Gebet mündeten in Dank, Fürbitte und Sendung.

Im Anschluss waren alle zur gemeinsamen Fastensuppe eingeladen – ein schlichtes, aber starkes Zeichen der Solidarität und der geschwisterlichen Gemeinschaft in der beginnenden Fastenzeit.

So gehen wir gestärkt und innerlich gesammelt aus diesem gemeinsamen Tag hervor – nicht mit fertigen Antworten, sondern mit neuem Vertrauen.

Dieser Einkehrtag war kein bloßes Innehalten für einige Stunden, sondern ein geistlicher Aufbruch.
Was wir im Hören auf Gottes Wort, im ehrlichen Austausch und in der Feier der Eucharistie empfangen durften, ist uns wie ein Auftrag anvertraut: als betende Menschen in unseren Pfarren zu wirken, Hoffnung zu schenken und durch unseren Dienst erfahrbar zu machen, dass Gott mitten unter uns lebt und handelt.

Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die diesen Einkehrtag vorbereitet, begleitet und mitgetragen haben.

Diakon Wolfgang Kahle