Pfarre / Fara

St. Johann im Rosental/Št. Janž v Rožu

Beginn der Fastenzeit / Začetek postnega časa

„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehren wirst.“ (Genesis 3,19)

Der Aschermittwoch markiert in der katholischen Kirche den Beginn der vierzigtägigen Bußzeit, die mit dem Osterfest endet. Am ersten Fastensonntag segnete Herr Pfarrer Igor Krasna in der Kirche in St. Johann die Schale mit Asche, um den Gläubigen das Aschenkreuz zu spenden. In der Predigt stellte er eine erste Frage in den Raum: „Was will Gott von mir heute?“ Und eine zweite: „Was haben die Menschen in der Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift gelernt?“ Er hat uns Antworten gegeben. „Fasten ist eine Form der Selbstdisziplin. Jeder kann richtiges Fasten neu lernen. Die täglichen Liturgien geben eine gute Anleitung für die Fastenzeit.“

Nach dem Segen überreichte der Pfarrgemeinderat St. Johann ein Geschenk an den Herrn Pfarrer anlässlich seines 60. Geburtstages, den er am 21. Februar feierte. Das Geburtstagsgeschenk ist eine Ikone des heiligen Januarius, die die Künstlerin Gunilde Tautscher aus Ferlach gemalt hat. Wir wünschen unserem Herrn Pfarrer Igor alles erdenklich Gute, Gesundheit und viele Ideen für seine schönen und wortgewandten Predigten. Bog lonaj. Danke.

Anschließend waren wir zum Pfarrkaffee im Pfarrhof von St. Johann geladen und labten uns an einer Topfentorte und an einer Roulade. Auch gesanglich umrahmten wir mit schönen slowenischen Liedern den Ehrentag des Geburtstagskindes. „Kolko kaplic, tolko let. Bvuah ti daj, na svet zivet.“ Herr Jenko Franz, Chormitglied des ehemaligen Kirchenchores St. Johann hat alle Texte und Melodien im Kopf. Bvuah oni. Vergelt`s Gott.

Am ersten Fastensonntag mit der Lesung vom Sündenfall im Paradies sind wir eingeladen, die Bußzeit bis zur befreienden Osternacht zu nützen, um unseren aufwendigen Lebensstil zu hinterfragen. –Hilfsbereitschaft, Zuhören, Besinnung auf das Schöne und Gute in der Welt bekommen eine neue Perspektive von Miteinander. Die vielen Krisen und Kriege in der Welt sind bittere Realität. Das Gebet für den Frieden, in vielen Fürbitten zum Ausdruck gebracht, ist essenziell und soll den Weg zur Humanität öffnen.

„Der heilige Januarius, er gehört zu den Märtyrern, wurde im 3. Jahrhundert in Neapel geboren. Zu Beginn des 4. Jahrhunderts war er Bischof von Neapel. Er wird als Patron gegen Vulkanausbrüche angerufen. Eine Legende besagt, dass er den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurde, doch die Tiere legten sich zu seinen Füßen nieder. Unter Kaiser Diokletian, der unerbittlich die Christen verfolgte, wurde er wegen seines Glaubens zum Tode verurteilt und enthauptet. Sein Namenstag ist der 19. September.

Brigitte Einspieler