Pfarre

Feldkirchen

Vergebung kennt keine Grenzen

Ministrantinnen und Ministranten gestalten Wortgottesdienst zum Sommerabschluss

Zum Abschluss der Sommerferien gestalteten die Feldkirchner Ministrantinnen und Ministranten gemeinsam mit Diakon Werner Simonitti den Sonntagsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche Maria im Dorn in Feldkirchen.

Feierlicher Sommerabschluss mit unseren Ministrant:innen (Foto: Peter Artl, PAss.)
Feierlicher Sommerabschluss mit unseren Ministrant:innen (Foto: Peter Artl, PAss.)

Im Mittelpunkt stand dabei das Evangelium nach Matthäus 18,21–35 und damit eine Frage, die jeden Menschen betrifft: Wie oft können und sollen wir einander vergeben?

Der Evangelist Matthäus erzählt, wie Petrus Jesus fragt, ob es genügt, seinem Bruder siebenmal zu vergeben. Jesu Antwort überrascht: Nicht siebenmal, sondern „sieben mal siebzig mal“. Damit gibt Jesus keine mathematische Obergrenze für Vergebung vor. Vielmehr macht er deutlich, dass Vergebung für seine Jünger keine Angelegenheit des Aufrechnens und Abzählens sein soll.

Im anschließenden Gleichnis erzählt Jesus von einem Knecht, dem sein Herr eine gewaltige Schuld erlässt. Kurz darauf trifft dieser Knecht auf einen Mitknecht, der ihm eine wesentlich kleinere Schuld schuldet. Obwohl dieser um Geduld bittet, zeigt der zuvor selbst Begnadigte keine Barmherzigkeit. Genau darin liegt die entscheidende Spannung des Gleichnisses: Wer selbst Barmherzigkeit erfahren hat, ist aufgerufen, diese Barmherzigkeit auch anderen gegenüber zu leben.

Im Dialog griffen zwei unserer Ministranten die Thematik des Evangeliums auf (Foto: Peter Artl, PAss)
Im Dialog griffen zwei unserer Ministranten die Thematik des Evangeliums auf (Foto: Peter Artl, PAss)

Die Ministrantinnen und Ministranten griffen diesen Gedanken auf und stellten die Verbindung zum Alltag her. Denn Vergebung ist nichts, was nur in besonderen Situationen eine Rolle spielt. Sie kann dort notwendig werden, wo Menschen aneinandergeraten, wo ein unbedachtes Wort verletzt, wo Streit entsteht oder wo man einander Unrecht getan hat. Die Frage des Petrus bekommt dadurch eine ganz persönliche Bedeutung: Wie gehen wir mit Fehlern und Verletzungen im eigenen Umfeld um? Und wo gelingt es uns, einen neuen Anfang zu ermöglichen?

Für Christen hat diese Haltung ihren Grund in der Barmherzigkeit Gottes.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom MGV Scholle Haimburg (Foto: Peter Artl, PAss.)
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom MGV Scholle Haimburg (Foto: Peter Artl, PAss.)

Der Gottesdienst wurde musikalisch vom MGV Scholle Haimburg aus Völkermarkt gestaltet. Die Sänger sorgten für eine festliche musikalische Umrahmung der Feier und bereicherten damit den gemeinsamen Gottesdienst.

Nach dem Gottesdienst ging es für die Ministrantinnen und Ministranten noch gemeinsam weiter. Bei einem Mittagessen im Pfarrsaal war zunächst Zeit für Gemeinschaft und gemütliches Zusammensitzen. Anschließend verbrachten die Minis noch einige lustige Stunden im Jump Dome Klagenfurt. So wurde aus dem gemeinsamen Gottesdienst zugleich ein schöner Tag der Begegnung und Gemeinschaft zum Abschluss der Ferien.

Unsere Ministrant:innen sagen Danke! (Foto: Peter Artl, PAss.)
Unsere Ministrant:innen sagen Danke! (Foto: Peter Artl, PAss.)

Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt allen, die diesen Tag ermöglicht und mitgetragen haben. Besonders gedankt sei allen, die durch ihre Spenden das gemeinsame Mittagessen und den Ausflug der Ministrantinnen und Ministranten unterstützt haben.

Den Schülerinnen und Schülern wünschen wir einen guten Start in das neue Schuljahr, viel Freude beim Lernen und viele gute Begegnungen. Auch allen Lehrerinnen und Lehrern wünschen wir einen guten und erfolgreichen Beginn des neuen Schuljahres.