Projektnachmittag zur Firmvorbereitung im Pfarrzentrum Feldkirchen
Am Freitag, dem 30. Jänner 2026, trafen sich die Firmkandidat:innen aus Tiffen, St. Ulrich und Feldkirchen im Pfarrzentrum Feldkirchen zu einem gemeinsamen Projektnachmittag im Rahmen der Firmvorbereitung.
Im Mittelpunkt standen die sieben Gaben des Heiligen Geistes. Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht wurden an sieben unterschiedlichen Workshopstationen aufgegriffen. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, diese Gaben nicht nur kennenzulernen, sondern sich auch praktisch und kreativ damit auseinanderzusetzen. In Kleingruppen wechselten sie von Station zu Station und erlebten unterschiedliche Zugänge und Übungen zu jedem Themenfeld.
Die sieben Gaben des Heiligen Geistes gehören zur biblischen und kirchlichen Tradition als besondere Wirkweisen des Heiligen Geistes im Leben der Gläubigen. Sie stammen aus dem Propheten Jesaja, der bereits im Alten Testament vom Geist des Herrn spricht, der auf dem Gesalbten ruht und diese Gaben schenkt (Jes 11,2). In der katholischen Glaubenslehre vervollständigen diese Gaben die Tugenden der Getauften und Gefirmten und helfen, Gottes Willen im Alltag zu erkennen und umzusetzen.
Weisheit: Sie bedeutet nicht einfach Wissen, sondern die Fähigkeit, Gottes Willen zu erkennen und den Glauben im eigenen Leben mit dem Herzen zu leben.
Einsicht: Sie befähigt dazu, tiefer zu verstehen, was es heißt, den Glauben in der Welt umzusetzen und zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.
Rat: Diese Gabe hilft, in schwierigen Entscheidungen Orientierung zu finden und gute Entscheidungen zu treffen, sowohl für das eigene Leben als auch im Gespräch mit anderen.
Stärke: Sie gibt Mut und Standhaftigkeit, den Glauben auch unter Herausforderungen und Druck zu leben.
Erkenntnis: Sie öffnet den Blick dafür, Gott in der Welt zu erkennen und Sinnfragen des Lebens im Lichte des Glaubens zu stellen.
Frömmigkeit: Diese Gabe hilft, das eigene Leben bewusst mit Gott zu gestalten, im Gebet, in Gottesdiensten und im täglichen Vertrauen auf Gott.
Gottesfurcht: Sie bedeutet ehrfürchtiges Staunen und Respekt vor Gott, nicht aus Angst, sondern aus Bewusstsein für Gottes Größe und Liebe.
Die Jugendlichen setzten sich an den Stationen mit diesen Aspekten auseinander und suchten persönliche Zugänge zur Frage, wie diese Gaben im eigenen Leben wirksam werden können.
Ein großes Dankeschön gilt den Firmbegleiter:innen, die die einzelnen Stationen vorbereitet und gestaltet haben, sowie allen, die für Verpflegung gesorgt haben und damit zu einer guten und offenen Stimmung beigetragen haben.
Dieser Nachmittag bot Raum für Begegnung, persönliche Reflexion und gemeinsames Nachdenken über das, was der Heilige Geist in unserem Leben bedeuten kann.