Palmsonntag in Feldkirchen: Palmweihe, Prozession und Festgottesdienst
In Feldkirchen wurden Palmbuschen im Pfarrhof gesegnet. Anschließend führte die Prozession zur Stadtpfarrkirche, wo der Festgottesdienst gefeiert wurde
Am Palmsonntag, dem 29. März 2026, hat sich in Feldkirchen schon früh gezeigt: Das ist einer der Tage im Kirchenjahr, an dem viele kommen. Nicht nur, weil es Tradition ist, sondern weil dieser Sonntag spürbar etwas in Bewegung setzt.
Um 9.30 Uhr begann die Feier im Innenhof des Pfarrzentrums. Dort wurden die Palmbuschen und -besen gesegnet – ein erster, sehr sichtbarer Teil der Palmsonntagsliturgie. Pfarrprovisor Dieudonné Mavudila-Bunda nahm gemeinsam mit Diakon Werner Simonitti die Segnung vor. Hunderte Menschen waren da, viele mit selbstgebundenen Palmbuschen, oft kunstvoll gestaltet, manches ein kleines Familienprojekt.
Was hier passiert, ist mehr als ein schöner Brauch: Die Segnung und das anschließende Mittragen der Zweige erinnern bewusst an den Einzug Jesu in Jerusalem. Damals, so erzählt es das Evangelium, wurde er von den Menschen mit Palmzweigen empfangen und als König begrüßt.
Direkt danach setzte sich die Prozession in Bewegung. Von der Schulhausgasse über die Pestalozzistraße hinauf in die Kirchgasse zog die Gemeinde gemeinsam zur Stadtpfarrkirche. Vorne mit dabei: eine Eselin mit ihrem Fohlen, geführt von der Familie Treffner. Ein Detail, das hängen bleibt. Denn auch das gehört zum Kern dieses Tages: Jesus zieht nicht auf einem Pferd ein, sondern auf einem Esel – bewusst schlicht, bewusst anders.
Die Prozession ist kein „Zusatzprogramm“, sondern eigentlich der Übergang mitten hinein in die Liturgie. Sie macht sichtbar, was gefeiert wird: ein Weg, ein gemeinsames Unterwegssein, hinein in die Karwoche.
In der Kirche selbst wechselte dann die Stimmung spürbar. Der Palmsonntag beginnt mit Jubel – und führt zugleich schon hinein in die Passion. Genau das ist das Besondere an diesem Tag: Freude und Ernst liegen eng beieinander. In der Messe wurde traditionell die Leidensgeschichte Jesu durch Diakon Simonitti und die Ministrant:innengelesen, mit verteilten Rollen.
Gemeinsam mit den Erstkommunionkindern, den Firmlingen, ihren Familien und der ganzen Pfarrgemeinde wurde das Hochfest gefeiert. Gerade für die Kinder und Jugendlichen ist dieser Gottesdienst oft ein wichtiger Schritt hin auf Ostern – nicht abstrakt, sondern mitten im Erleben.
Im Anschluss ging es wieder hinaus ins Pfarrzentrum. Dort hatten die Helferinnen den Osterbasar vorbereitet. Kerzen, Reindlinge und verschiedene Osterprodukte wurden angeboten – vieles davon mit viel Zeit und Sorgfalt gemacht. Man blieb stehen, kam ins Gespräch, nahm sich noch etwas mit nach Hause.
Zum Schluss bleibt vor allem eines: ein großes Danke. An alle, die vorbereitet, organisiert, gebunden, gebacken, aufgebaut und mitgetragen haben. Palmsonntag lebt genau davon – dass viele ihren Teil beitragen und daraus mehr wird als ein Programmpunkt.