Festlicher Ostersonntag in Feldkirchen
Glaube, Musik und ein besonderer Auftakt
Am Ostersonntag, dem 5. April 2026, wurde in der Stadtpfarrkirche Maria im Dorn in Feldkirchen ein besonders feierlicher Gottesdienst begangen. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung erwartungsvoll und zugleich von jener stillen Freude getragen, die dieses höchste Fest des Christentums prägt.
Im Zentrum stand die Feier der Auferstehung Jesu Christi – getragen von einer eindrucksvollen musikalischen Gestaltung: Zur Aufführung kam die „Missa Festiva“ von John Leavitt. Der Generationen-FeldKirchenChor, unterstützt von Band und Bläsern, verlieh der Liturgie eine außergewöhnliche Klangfülle. Unter der musikalischen Leitung von Gisela Gsodam entstand ein kraftvolles Zusammenspiel aus Stimmen und Instrumenten, das den Kirchenraum spürbar erfüllte und die österliche Botschaft intensiv erlebbar machte.
Gleichzeitig markierte dieser Gottesdienst den feierlichen Auftakt zum 40-jährigen Jubiläum des FeldKirchenChors – ein Anlass, der nicht nur musikalisch, sondern auch gemeinschaftlich sichtbar wurde: Mehrere Generationen von Sängerinnen und Sängern standen gemeinsam im Chorraum und setzten damit ein starkes Zeichen für gelebte Kontinuität und Zusammenhalt in der Pfarre.
Die Leitung des Gottesdienstes übernahm Pfarrer Dieudonne Mavudila-Bunda, unterstützt von den Diakonen Werner Simonitti und Wolfgang Putzinger. In seiner Predigt wählte Diakon Simonitti einen ungewöhnlich anschaulichen Zugang: Er verglich das Ostergeschehen mit einem Kriminalfall. Am Anfang stehe – wie bei jedem Krimi – eine Tat, deren Motiv gesucht werde. Der Tathergang werde oft verschleiert oder in Zweifel gezogen, manches erscheine wie eine gezielte Irreführung. Und doch gebe es Zeugen, die das Geschehen weitertragen, aufschreiben und bezeugen.
Mit diesem Bild schlug er die Brücke zur Auferstehung Jesu: Auch dieses Ereignis sei weitergegeben worden durch Menschen, die davon überzeugt waren. Diese Überzeugung habe über Jahrhunderte hinweg getragen – bis hin zu jenen, die vor rund tausend Jahren in Feldkirchen die Kirche Maria im Dorn errichteten. Seit dieser Zeit werde hier die Botschaft von der Auferstehung gefeiert und weitergetragen.
Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war auch die Würdigung der Mesnerin Karoline, die ausgerechnet am Ostersonntag ihren Geburtstag feierte. Die Pfarrgemeinde gratulierte herzlich und dankte ihr für ihren langjährigen Dienst.
Auszüge aus der musikalischen Umrahmung von der Missa Festiva, von John Leavitt (Video: © PAss. Peter Artl)
Am Ende des Gottesdienstes wurde die festliche Feier mit langanhaltendem Applaus bedacht – ein spontanes und deutliches Zeichen der Wertschätzung für die musikalische und liturgische Gestaltung.
Mit dem Ruf „Frohe Ostern – Jesus ist wahrhaft auferstanden“ klang dieser eindrucksvolle Festgottesdienst aus – getragen von Gemeinschaft, Glauben und einer spürbaren Freude, die weit über diesen Vormittag hinauswirkt.