40 Jahre FeldKirchenchor: Vier Jahrzehnte voller Musik
Mit einem Jubiläumskonzert, einem festlichen Gottesdienst und einem geselligen Chorsingen feierte der FeldKirchenchor sein 40-jähriges Bestehen
Vier Jahrzehnte gemeinsames Singen, unzählige Gottesdienste, Konzerte, Proben und viele persönliche Begegnungen: Der FeldKirchenchor feierte an diesem Wochenende sein 40-jähriges Bestehen. Am Sonntag, dem 4. Oktober, stand das Jubiläum im Mittelpunkt des Festgottesdienstes in der Stadtpfarrkirche Maria im Dorn. Anschließend wurde im Pfarrzentrum weitergefeiert. Mit dem Gästesingen am Nachmittag wurde das Jubiläumswochenende schließlich zu einem musikalischen Fest für die ganze Pfarre und zahlreiche Gäste aus der Region.
Festgottesdienst zum Jubiläum
Den Höhepunkt des Jubiläums bildete am Sonntag der Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche Maria im Dorn. Stadtpfarrer Dieudonné Mavudila-Bunda feierte die Heilige Messe gemeinsam mit Diakon Werner Simonitti und Joachim Gsodam. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen des FeldKirchenChores unter der Leitung von Gisela Gsodam.
Damit wurde genau jener Ort zum Zentrum des Jubiläums, an dem der Chor seit 40 Jahren einen wichtigen Teil seines Wirkens entfaltet: im Gottesdienst und in der musikalischen Gestaltung des pfarrlichen Lebens.
Der FeldKirchenChor entstand 1986 auf Initiative des damaligen Pfarrers Engelbert Hofer. Gemeinsam mit dem ersten Chorleiter Helmut Lackner wurde damals die Idee verwirklicht, die Liturgie in der Stadtpfarre durch qualitätsvolle Kirchenmusik zu bereichern. Seither ist der Chor ein fester Bestandteil der Pfarre Maria im Dorn.
Vier Jahrzehnte, viele Stimmen
In den vergangenen 40 Jahren haben mehrere Chorleiter die musikalische Entwicklung des FeldKirchenChores geprägt. Auf Helmut Lackner folgte Werner Köck, unter dessen Leitung im Millenniumsjahr 2000 mit Joseph Haydns „Die Schöpfung“ eines der großen musikalischen Projekte des Chores verwirklicht wurde. Danach führte Burkhard Pirker den Chor weiter.
Heute steht der Chor unter der Leitung von Gisela Gsodam, die ihn seit mehreren Jahren prägt. Ihr ist neben musikalischer Qualität vor allem die Freude am gemeinsamen Singen und eine gute Chorgemeinschaft wichtig. Gleichzeitig leitet sie auch den Kinderkirchenchor der Pfarre und setzt damit einen besonderen Schwerpunkt auf die musikalische Nachwuchsarbeit.
Dass diese Verbindung von Generationen funktioniert, wurde bereits beim diesjährigen Ostersonntag sichtbar. Der Generationen-FeldKirchenChor gestaltete gemeinsam mit Band und Bläsern unter der Leitung von Gisela Gsodam die „Missa Festiva“ von John Leavitt. Dieser Gottesdienst bildete zugleich den musikalischen Auftakt zum Jubiläumsjahr.
Jubiläumskonzert als Auftakt
Bereits am Freitag, dem 2. Oktober, hatte der FeldKirchenChor zum Jubiläumskonzert in die Stadtpfarrkirche Maria im Dorn eingeladen. Ursprünglich war das Jubiläumswochenende für September geplant gewesen, musste aber auf den 2. und 4. Oktober verschoben werden. Das Konzert bildete schließlich den Auftakt zum großen Festwochenende.
Damit wurde das Jubiläum nicht nur zu einem Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte, sondern auch zu einem musikalischen Zeichen dafür, dass der Chor heute lebendig und aktiv ist.
Gemeinsam feiern im Pfarrzentrum
Nach dem Festgottesdienst am Sonntag waren alle Mitfeiernden zu Speis und Trank in das Pfarrzentrum eingeladen. Bei einem gemeinsamen Frühschoppen konnten Sängerinnen und Sänger, Pfarrgemeinde, Freunde und Gäste miteinander ins Gespräch kommen und das Jubiläum auch abseits der Kirchenbänke feiern.
Denn 40 Jahre Chorleben bestehen nicht nur aus Noten und Auftritten. Hinter einem solchen Jubiläum stehen Menschen, die Woche für Woche zu den Proben kommen, gemeinsam neue Werke einstudieren, Gottesdienste musikalisch vorbereiten und über viele Jahre miteinander verbunden bleiben.
Gerade diese Gemeinschaft gehört zu den prägenden Seiten des FeldKirchenChores. Über die Jahre sind Freundschaften und gemeinsame Erinnerungen entstanden. Musik verbindet dabei nicht nur Stimmen, sondern auch Menschen.
Chöre aus der Region zu Gast
Ab 13 Uhr wurde das Pfarrzentrum schließlich zur Bühne für das Gästesingen mit Chören aus der Region. Verschiedene Chöre kamen zusammen, um gemeinsam mit dem FeldKirchenChor das runde Jubiläum musikalisch zu feiern.
Damit wurde aus dem Jubiläum des FeldKirchenChores zugleich ein Fest der Chormusik. Unterschiedliche Stimmen, Klangfarben und musikalische Traditionen trafen aufeinander und machten deutlich, wie vielfältig das Singen in den Pfarren und Gemeinden der Region ist.
Für einen besonderen und humorvollen Programmpunkt sorgte Achim Auer mit seinem Gastauftritt als „Louis aus Südtirol“. Der Auftritt brachte zusätzlich Unterhaltung und so manchen Lacher in den Jubiläumsnachmittag.
Musik, Glaube und Gemeinschaft
Dass der FeldKirchenChor sein Jubiläum in der Kirche und gemeinsam mit der Pfarrgemeinde feiert, entspricht seiner Geschichte. Der Chor wurde gegründet, um die Liturgie musikalisch zu bereichern, und ist diesem Auftrag über vier Jahrzehnte treu geblieben. Gleichzeitig hat sich aus dem gemeinsamen Singen eine Gemeinschaft entwickelt, die weit über die musikalische Aufgabe hinausgeht.
Der FeldKirchenChor gehört damit zu jenen Gruppen, die das Leben einer Pfarre über viele Jahre mittragen. Bei großen Festen und Hochfesten ebenso wie bei besonderen Gottesdiensten geben die Sängerinnen und Sänger der Liturgie eine eigene musikalische Prägung.
Dabei reicht die Geschichte des kirchlichen Singens in Feldkirchen sogar wesentlich weiter zurück. Bereits ein Dokument aus dem Jahr 1706 berichtet von Musikern und einem Knaben, der zum Singen auf dem Chor ausgebildet werden sollte. Die musikalische Tradition in Feldkirchen ist somit deutlich älter als die Gründung des heutigen FeldKirchenChores im Jahr 1986.
Ein Jubiläum als Dank
40 Jahre FeldKirchenChor sind deshalb vor allem ein Grund zum Danke sagen: Danke an die Sängerinnen und Sänger, die ihre Zeit und ihre Stimmen einbringen. Danke an die Chorleiter, die über die Jahrzehnte ihre musikalische Handschrift hinterlassen haben. Danke an alle, die den Chor organisatorisch begleiten und unterstützen. Und nicht zuletzt ein Dank an die vielen Menschen in der Pfarre, die seine musikalische Arbeit bei Gottesdiensten und Konzerten schätzen und mittragen.
Mit dem Jubiläumswochenende wurde diese Verbundenheit eindrucksvoll sichtbar: in der Feier der Heiligen Messe, beim gemeinsamen Essen und Trinken, beim Singen und Zuhören und nicht zuletzt beim gemeinsamen Lachen.
40 Jahre FeldKirchenChor – das sind vier Jahrzehnte Musik, Glaube und Gemeinschaft. Und die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.