Pfarre

Feldkirchen

40 Jahre FeldKirchenChor: Vier Jahrzehnte, die weiterklingen

Chor feiert großes Jubiläum mit Konzert und Festgottesdienst

Seit 1986 prägt der FeldKirchenChor das musikalische und kirchliche Leben der Stadtpfarre Maria im Dorn. Was mit einer Vision begann, ist heute eine lebendige Gemeinschaft über Generationen hinweg. Das 40-jährige Bestehen wird im September mit einem Jubiläumskonzert und einem großen Festtag gefeiert.

Fotomontage: © Peter Artl, PAss. 
Fotomontage: © Peter Artl, PAss.

Musik kann mehr, als schöne Töne hervorbringen. Sie kann einen Gottesdienst tragen, Worte vertiefen, Freude und Trauer ausdrücken und Menschen miteinander verbinden. Seit 40 Jahren tut dies der FeldKirchenChor in Feldkirchen. Unzählige Gottesdienste, Konzerte, Proben, Ausflüge und gemeinsame Erlebnisse haben in diesen vier Jahrzehnten eine Gemeinschaft entstehen lassen, die weit über das gemeinsame Singen hinausgeht.

Ein Chor aus einer Vision

Die Geschichte des heutigen FeldKirchenChores beginnt im Jahr 1986. Der damalige Pfarrer Engelbert Hofer hatte die Vision, die Liturgie in der Stadtpfarre durch qualitätsvolle und berührende Kirchenmusik zu bereichern. Aus diesem Anliegen entstand der Chor, der seither zu einem festen Bestandteil des pfarrlichen Lebens geworden ist.

Zum ersten Chorleiter wurde Helmut Lackner. Mit großem persönlichen Einsatz baute er den Chor auf und prägte seine ersten Jahre. Dabei brachte er auch zahlreiche eigene Kompositionen ein. Seine Musik begleitete nicht nur Gottesdienste, sondern auch besondere Ereignisse im Leben der Chormitglieder. So entstanden etwa Stücke für die Geburt von „Sängerkindern“. Musik wurde damit zu einem Teil des gemeinsamen Lebens, in guten wie in schwierigen Zeiten.

Auf Helmut Lackner folgte Werner Köck. Unter seiner Leitung wagte sich der Chor an ein musikalisches Großprojekt, das bis heute zu den Höhepunkten seiner Geschichte zählt: Im Millenniumsjahr 2000 wurde Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ aufgeführt. Für den Chor war diese Aufführung ein bedeutender musikalischer Meilenstein und zugleich ein sichtbares Zeichen dafür, was durch gemeinsames Engagement möglich ist.

Eine Dokumentation über die Kirchen und die kirchenmusikalische Geschichte Feldkirchens nennt neben diesem Großprojekt zahlreiche weitere Werke, die der FeldKirchenChor im Laufe der Jahre aufgeführt hat. Dazu zählen unter anderem Kompositionen von Mozart, Haydn, Schubert und Bruckner. Die Aufführung von Haydns „Schöpfung“ im Jahr 2000 wird dabei ausdrücklich als Höhepunkt hervorgehoben.

Nach Werner Köck übernahm Burkhard Pirker die Chorleitung. Mit viel Einfühlungsvermögen und einem besonderen Gespür für die einzelnen Stimmen führte er den Chor weiter. Menschlichkeit, Geduld und die Freude an der Musik prägten diese Zeit.

Gisela Gsodam: Freude am Singen als Auftrag

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Gisela Gsodam (2.v.l.) leitet seit mehreren Jahren den FeldkirchenChor

Seit mehreren Jahren steht der FeldKirchenChor unter der Leitung von Gisela Gsodam. Sie verbindet musikalischen Anspruch mit der Überzeugung, dass Singen vor allem Freude machen soll. Neben dem FeldKirchenChor leitet sie auch den Kinderkirchenchor der Pfarre. Beide Chöre wirken regelmäßig bei Gottesdiensten mit.

In einem Interview mit dem Referat für Kirchenmusik der Diözese Gurk betonte Gsodam, dass ihr besonders wichtig sei, die Freude am Singen zu vermitteln und eine gute Chorgemeinschaft zu fördern. Literaturvielfalt und musikalische Qualität gehören für sie ebenso dazu wie ein gemeinsames und lustvolles Arbeiten.

Damit ist auch ein wichtiger Teil dessen beschrieben, was den FeldKirchenChor heute auszeichnet: Er versteht sich nicht nur als musikalische Gruppe, sondern als Gemeinschaft, in der unterschiedliche Generationen zusammenkommen. Gerade die Verbindung von Kinderchor und Erwachsenenchor eröffnet Möglichkeiten, dass die Freude am Singen weitergegeben wird und junge Menschen ihren Platz in der Kirchenmusik finden.

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Feldkirchen- und Kinderkirchenchor vereint auf der Bühne (Foto: © PAss. Peter Artl)

Wie lebendig diese Verbindung ist, zeigte sich bereits am heurigen Ostersonntag. Beim Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche Maria im Dorn gestaltete der Generationen-FeldKirchenChor gemeinsam mit Band und Bläsern unter der Leitung von Gisela Gsodam die „Missa Festiva“ von John Leavitt. Mehrere Generationen von Sängerinnen und Sängern standen dabei gemeinsam im Chorraum. Der Gottesdienst bildete zugleich den offiziellen Auftakt zum 40-jährigen Jubiläum.

40 Jahre sind mehr als eine Zahl

Wenn ein Chor 40 Jahre besteht, lässt sich das nicht allein in Konzerten und aufgeführten Werken messen. Dahinter stehen Menschen.

Menschen, die Woche für Woche zur Probe kommen. Menschen, die bei einem Gottesdienst früh aufstehen, Noten vorbereiten und konzentriert ihre Stimmen zusammenführen. Menschen, die gemeinsam neue Stücke einstudieren, sich gegenseitig unterstützen und manchmal auch über schwierige Passagen lachen können. Und Menschen, die über viele Jahre Freundschaften geschlossen und einen Teil ihres Lebens miteinander geteilt haben.

https://youtu.be/qDWSVceKmDM?si=p1Idqk7Y8LkHHD9P

So sind in vier Jahrzehnten unzählige Erinnerungen entstanden: an festliche Gottesdienste, große Konzerte, gemeinsame Ausflüge und gesellige Stunden, aber auch an die vielen kleinen Momente, die eine Gemeinschaft zusammenhalten.

Der Blick auf die Geschichte zeigt zugleich: Die 40 Jahre des heutigen FeldKirchenChores stehen in einer wesentlich älteren Feldkirchner Tradition. Eine Veröffentlichung zur Geschichte der Feldkirchner Kirchen verweist bereits auf ein Dokument aus dem Jahr 1706, in dem von Musikern und einem Knaben berichtet wird, der zum Singen auf dem Chor ausgebildet werden sollte. Die Geschichte des kirchlichen Singens in Feldkirchen reicht damit weit über die Gründung des heutigen Chores hinaus.

Das Jubiläum wird zum Fest

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Plakat vom Jubiläumsfest (© Gisela Gsodam)

Nach dem festlichen Auftakt zu Ostern wartet im September der große Höhepunkt des Jubiläumsjahres.

Am Freitag, 18. September 2026, um 19 Uhr lädt der FeldKirchenChor zum Jubiläumskonzert in die Stadtpfarrkirche Maria im Dorn ein. Karten sind bei den Sängerinnen und Sängern sowie im Pfarrbüro erhältlich. Kartenreservierungen sind außerdem unter feldkirchenchorfeldkirchenktn@gmail.com möglich.

Zwei Tage später, am Sonntag, 20. September, wird das Jubiläum mit einem Festtag fortgesetzt. Um 10.15 Uhr beginnt in der Stadtpfarrkirche Maria im Dorn der Festgottesdienst. Anschließend sind alle zum Frühschoppen eingeladen. Um 13 Uhr folgt das Gästesingen mit Chören aus der Region.

Damit wird das Jubiläum zu dem, was der FeldKirchenChor seit 40 Jahren selbst lebt: Musik, Glaube und Gemeinschaft.

Zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen

40 Jahre FeldKirchenChor sind deshalb nicht nur Anlass für einen Rückblick. Sie sind vor allem ein Grund zum Dank.

Dank für Menschen, die den Chor gegründet und über die Jahrzehnte getragen haben. Dank für alle Chorleiter, die ihre musikalischen Ideen und ihre persönliche Handschrift eingebracht haben. Dank für die Sängerinnen und Sänger, die ihre Zeit und ihre Stimmen schenken. Und Dank für all jene, die den Chor bei Gottesdiensten und Konzerten begleitet und unterstützt haben.

Vor allem aber ist das Jubiläum ein Blick nach vorne. Denn ein Chor lebt nicht von seiner Vergangenheit, sondern davon, dass auch morgen Menschen miteinander singen wollen.

Der FeldKirchenChor hat in den vergangenen 40 Jahren viele Stimmen vereint. Jede einzelne ist anders, und gerade darin liegt die Kraft eines Chores: Erst im gemeinsamen Singen entsteht der Klang, den niemand alleine hervorbringen könnte.

So darf das Jubiläum auch als Einladung verstanden werden, diese Geschichte weiterzuschreiben. Mit neuen Stimmen, neuen Liedern, neuen Begegnungen und derselben Freude an der Musik, mit der vor 40 Jahren alles begonnen hat.

40 Jahre FeldKirchenChor: Vier Jahrzehnte gemeinsames Singen zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen. Und hoffentlich noch viele Jahre, in denen dieser Klang in Feldkirchen weiterlebt.