Kalenderblatt zum Tag
Liturgie
Palmsonntag
Liturgische
Farbe
Siehe, dein König kommt zu dir. Mt 21,5
Evangelium
Passion - Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
E = Evangelist, † Worte Jesu, S = Worte sonstiger Personen
+ Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Matthäus.
Die Vereinbarung des Judas mit den Hohepriestern
26, 14E Einer der Zwölf namens Judas Iskáriot
ging zu den Hohepriestern
15und sagte:
S Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere?
E Und sie boten ihm dreißig Silberstücke.
16Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
Die Vorbereitung des Paschamahles
17E Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote
gingen die Jünger zu Jesus
und fragten:
S Wo sollen wir das Paschamahl((Sprich: Pas-chamahl.)) für dich vorbereiten?
18E Er antwortete:
† Geht in die Stadt zu dem und dem
und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen:
Meine Zeit ist da;
bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
19E Die Jünger taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte,
und bereiteten das Paschamahl vor.
Das Mahl
20E Als es Abend wurde,
begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
21Und während sie aßen, sprach er:
† Amen, ich sage euch:
Einer von euch wird mich ausliefern.
22E Da wurden sie sehr traurig
und einer nach dem andern fragte ihn:
S Bin ich es etwa, Herr?
23E Er antwortete:
† Der die Hand mit mir in die Schüssel eintunkt,
wird mich ausliefern.
24Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen,
wie die Schrift über ihn sagt.
Doch weh dem Menschen,
durch den der Menschensohn ausgeliefert wird!
Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
25E Da fragte Judas, der ihn auslieferte:
S Bin ich es etwa, Rabbi?
E Jesus antwortete:
† Du sagst es.
26E Während des Mahls nahm Jesus das Brot
und sprach den Lobpreis;
dann brach er das Brot,
reichte es den Jüngern
und sagte:
† Nehmt und esst;
das ist mein Leib.
27E Dann nahm er den Kelch,
sprach das Dankgebet,
gab ihn den Jüngern
und sagte:
† Trinkt alle daraus;
28das ist mein Blut des Bundes,
das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
29Ich sage euch:
Von jetzt an
werde ich nicht mehr von dieser Frucht des Weinstocks trinken,
bis zu dem Tag,
an dem ich mit euch von Neuem davon trinke
im Reich meines Vaters.
Die Ankündigung der Verleugnung
30E Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.
31Da sagte Jesus zu ihnen:
† Ihr alle werdet in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen;
denn in der Schrift steht:
Ich werde den Hirten erschlagen,
dann werden sich die Schafe der Herde zerstreuen.
32Aber nach meiner Auferstehung
werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.
33E Petrus erwiderte ihm:
S Und wenn alle an dir Anstoß nehmen –
ich werde niemals an dir Anstoß nehmen!
34E Jesus sagte zu ihm:
† Amen, ich sage dir:
In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht,
wirst du mich dreimal verleugnen.
35E Da sagte Petrus zu ihm:
S Und wenn ich mit dir sterben müsste –
ich werde dich nie verleugnen.
E Das Gleiche sagten auch alle Jünger.
Das Gebet in Getsemani
36E Darauf kam Jesus mit ihnen zu einem Grundstück,
das man Getsémani nennt,
und sagte zu den Jüngern:
† Setzt euch hier,
während ich dorthin gehe und bete!
37E Und er nahm Petrus
und die beiden Söhne des Zebedäus mit sich.
Da ergriff ihn Traurigkeit und Angst
38und er sagte zu ihnen:
† Meine Seele ist zu Tode betrübt.
Bleibt hier und wacht mit mir!39E Und er ging ein Stück weiter,
warf sich auf sein Gesicht
und betete:
† Mein Vater, wenn es möglich ist,
gehe dieser Kelch an mir vorüber.
Aber nicht wie ich will,
sondern wie du willst.
40E Und er ging zu den Jüngern zurück
und fand sie schlafend.
Da sagte er zu Petrus:
† Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?
41Wacht und betet,
damit ihr nicht in Versuchung geratet!
Der Geist ist willig,
aber das Fleisch ist schwach.
42E Wieder ging er weg, zum zweiten Mal,
und betete:
† Mein Vater,
wenn dieser Kelch an mir nicht vorübergehen kann,
ohne dass ich ihn trinke,
geschehe dein Wille.
43E Als er zurückkam,
fand er sie wieder schlafend,
denn die Augen waren ihnen zugefallen.
44Und er ließ sie, ging wieder weg
und betete zum dritten Mal mit den gleichen Worten.
45Danach kehrte er zu den Jüngern zurück
und sagte zu ihnen:
† Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus?
Siehe, die Stunde ist gekommen
und der Menschensohn
wird in die Hände von Sündern ausgeliefert.
46Steht auf,
wir wollen gehen!
Siehe, der mich ausliefert, ist da.
Die Gefangennahme Jesu
47E Noch während er redete,
siehe, da kam Judas, einer der Zwölf,
mit einer großen Schar von Männern,
die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren;
sie waren von den Hohepriestern
und den Ältesten des Volkes geschickt worden.
48Der ihn auslieferte, hatte mit ihnen ein Zeichen vereinbart
und gesagt:
S Der, den ich küssen werde, der ist es;
nehmt ihn fest!
49E Sogleich ging er auf Jesus zu
und sagte:
S Sei gegrüßt, Rabbi!
E Und er küsste ihn.
50Jesus erwiderte ihm:
† Freund, dazu bist du gekommen?
E Da gingen sie auf Jesus zu,
ergriffen ihn
und nahmen ihn fest.
51Und siehe, einer von den Begleitern Jesu
streckte die Hand aus,
zog sein Schwert,
schlug auf den Diener des Hohepriesters ein
und hieb ihm ein Ohr ab.
52Da sagte Jesus zu ihm:
† Steck dein Schwert in die Scheide;
denn alle, die zum Schwert greifen,
werden durch das Schwert umkommen.
53Oder glaubst du nicht,
mein Vater
würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken,
wenn ich ihn darum bitte?
54Wie würden dann aber die Schriften erfüllt,
dass es so geschehen muss?
55E In jener Stunde sagte Jesus zu den Männern:
† Wie gegen einen Räuber
seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen,
um mich festzunehmen.
Tag für Tag saß ich im Tempel
und lehrte und ihr habt mich nicht verhaftet.
56E Das alles aber ist geschehen,
damit die Schriften der Propheten in Erfüllung gehen.
Da verließen ihn alle Jünger und flohen.
Das Bekenntnis Jesu vor dem Hohen Rat
57E Nach der Verhaftung
führte man Jesus zum Hohepriester Kájaphas,
bei dem sich die Schriftgelehrten und die Ältesten
versammelt hatten.
58Petrus folgte Jesus von Weitem
bis zum Hof des Hohepriesters;
er ging in den Hof hinein
und setzte sich zu den Dienern,
um zu sehen, wie alles ausgehen würde.
59Die Hohepriester und der ganze Hohe Rat
bemühten sich um falsche Zeugenaussagen gegen Jesus,
um ihn zum Tod verurteilen zu können.
60Sie fanden aber nichts,
obwohl viele falsche Zeugen auftraten.
Zuletzt kamen zwei Männer
61und behaupteten:
S Er hat gesagt:
Ich kann den Tempel Gottes niederreißen
und in drei Tagen wieder aufbauen.
62E Da stand der Hohepriester auf
und fragte Jesus:
S Willst du nichts sagen
zu dem, was diese Leute gegen dich vorbringen?
63E Jesus aber schwieg.
Darauf sagte der Hohepriester zu ihm:
S Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott,
sag uns: Bist du der Christus, der Sohn Gottes?
64E Jesus antwortete:
† Du hast es gesagt.
Doch ich erkläre euch:
Von nun an werdet ihr den Menschensohn
zur Rechten der Macht sitzen
und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.
65E Da zerriss der Hohepriester sein Gewand
und rief:
S Er hat Gott gelästert!
Wozu brauchen wir noch Zeugen?
Jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört.
66Was ist eure Meinung?
E Sie antworteten:
S Er ist des Todes schuldig.
Tageslesungen
L: Mt 21,1-11; Jes 50,4-7; Phil 2,6-11; E: Mt 26,14-27,66
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