Live-Operation bringt Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt internationales Fachinteresse

Künftig erhalten Speziallisten in Echtzeit Einblick in eine besonders schonende Operationstechnik bei Leistenbrüchen

Im OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt wurde eine Leistenbruchoperation nach der MILS-TAPP-Technik live übertragen. In Zukunft werden Internationale Chirurg:innen den Eingriff in Echtzeit mitverfolgen und sich mit operativen Details der besonders schonenden Methode vertraut machen.(Foto: © EKH)
Im OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt wurde eine Leistenbruchoperation nach der MILS-TAPP-Technik live übertragen. In Zukunft werden Internationale Chirurg:innen den Eingriff in Echtzeit mitverfolgen und sich mit operativen Details der besonders schonenden Methode vertraut machen.(Foto: © EKH)

Eine Live-Operation aus dem OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt hat internationales Interesse in der Fachwelt geweckt. Künftig erhalten spezialisierte Chirurginnen und Chirurgen aus dem Ausland in Echtzeit Einblick in eine besonders schonende Operationstechnik bei Leistenbrüchen, die in Kärnten bereits erfolgreich angewendet wird.

Der Eingriff wurde nach der sogenannten MILS-TAPP-Technik durchgeführt und live übertragen. Über eine interaktive Verbindung können internationale Fachkolleginnen und -kollegen den Eingriff mitverfolgen und direkt mit dem Operateur kommunizieren. Ziel ist der praxisnahe Austausch über operative Details und Indikationen dieser minimalinvasiven Methode.

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Im OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt wurde eine Leistenbruchoperation nach der MILS-TAPP-Technik live übertragen. In Zukunft werden Internationale Chirurg:innen den Eingriff in Echtzeit mitverfolgen und sich mit operativen Details der besonders schonenden Methode vertraut machen.(Foto: © EKH)

Als einziges Krankenhaus in Kärnten ist das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt Teil der international vernetzten LiSTO Academy, die moderne Operationsverfahren weltweit zugänglich macht.

Schonende Behandlung bei häufigem Krankheitsbild

Leistenbrüche zählen zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen und betreffen vor allem Männer. Unbehandelt können sie Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Komplikationen verursachen. In der modernen Hernienchirurgie kommen daher zunehmend minimalinvasive Verfahren zum Einsatz, um das operative Trauma möglichst gering zu halten.

Zertifiziertes Hernien-Kompetenzzentrum

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt ist als zertifiziertes Hernien-Kompetenzzentrum auf moderne und patientenschonende OP-Methoden spezialisiert. Die MILS-TAPP-Technik stellt eine Weiterentwicklung der bewährten TAPP-Methode dar. Dabei werden extrem feine Instrumente mit einem Durchmesser von rund drei Millimetern verwendet. Schnitte und Gewebebelastung werden dadurch deutlich reduziert.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das weniger postoperative Schmerzen, eine raschere Mobilisation und in vielen Fällen ein nahezu narbenfreies Ergebnis.

Über 50 erfolgreiche Eingriffe

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt zählt zu den wenigen Einrichtungen in Österreich, die diese Technik in der Leistenhernienchirurgie etabliert haben. Seit der Einführung wurden mehr als 50 Patientinnen und Patienten erfolgreich operiert.

Leiter der Allgemeinchirurgie – OA Dr. Andreas Grün (Foto © StudioHorst)
Leiter der Allgemeinchirurgie – OA Dr. Andreas Grün (Foto © StudioHorst)

„Durch den Einsatz kleinster Instrumente können wir das operative Trauma deutlich reduzieren“, erklärt OA Dr. Andreas Grün, Leiter der Allgemeinchirurgie am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt. „Davon profitieren unsere Patientinnen und Patienten durch weniger Schmerzen und eine schnellere Erholung. Gleichzeitig ermöglicht das Live-Format einen intensiven fachlichen Austausch und eine praxisnahe Schulung von Kolleginnen und Kollegen auf internationaler Ebene.“

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