Pfarre

Spittal an der Drau

+ Prof. OSTR. Josef Hohengasser – Stadtpfarre Spittal

Am 27. Feber 2012 verstarb Prof. OSTR. Josef Hohengasser im 93. Lebensjahr.
Mit großer Anteilnahme haben ihn Pfarrangehörige, Kollegen, ehemalige Schüler und Freunde auf seinem letzten Weg begleitet. Noch am Aschermittwoch empfing er tiefgebeugt das Aschenkreuz. Er wird als unvergessliches Vorbild eines getreuen Christen in Erinnerung bleiben.

1954 gründete Prof. OSTR Josef Hohengasser das Katholische Bildungswerk in der Stadtpfarre Spittal/Drau und war fast drei Jahrzehnte dessen Leiter. Von Glaube über Politik hin zu Umweltpolitik und sozialem Engagement erstreckten sich bereits damals die Themen. Stets war die Stadtgemeinde Spittal unterstützend zur Seite und gab dem Katholischen Bildungswerk für die Abhaltung seiner Vorträge Heimat im Schloss Porcia. Die Menschen strömten aus dem gesamten Oberkärntner Raum zu den Vorträgen.
Mit großer Sorgfalt und vorbildlichem Einsatz hat Prof. Hohengasser die „Weitergabe des Glaubens“ im Dienst des Katholischen Bildungswerkes gelebt, und es gelang ihm, in Kooperation mit dem Katholischen Akademikerverband und der Katholischen Männerbewegung hervorragende Persönlichkeiten nach Spittal einzuladen. Er machte es zu seiner Aufgabe, dadurch Kirche und Glaube lebendig zu deuten!
Prof. Hohengasser war auch im Pfarrausschuss der Stadtpfarre Spittal – dem Vorläufer des heutigen Pfarrgemeinderates - tätig. Gemeinsam mit dem damaligen Kaplan Arnold Mettnitzer hat er die Ökumenische Bibelrunde ins Leben gerufen und hat diese bis zum Schluss noch besucht.

Prof. Hohengasser wurde im Rahmen des Festaktes zum 60-Jahr-Jubiläum des Katholischen Bildungswerkes im Marianum Tanzenberg von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz der Silvesterorden für „besondere Verdienste im Ehrenamt im Bereich Katholischer Erwachsenenbildung“ verliehen.

Den guten Boden, den Prof. Hohengasser mit seinen MitarbeiterInnen in all seinen Wirkungsjahren bereitet hat, dürfen heute andere bearbeiten. Sie tun dies mit Freude und Dankbarkeit, im Wissen, dass es einen gibt, der mit Wohlwollen vom Himmel herunter schaut. Allen Hinterbliebenen hinterließ er ja in Form eines Lieblingstextes von Martin Gutl zum Psalm 126, dass er von der Hoffnung getragen war, dass, „wenn Gott ihn heimbringt aus den Tagen der Wanderschaft, ein Fest sein wird – ein Fest ohne Ende“.

Für den Inhalt:
Ingrid Sommer, KA Regionalreferentin
Prof. OSTR. Rosemarie Blaschke