Pfarre

Spittal an der Drau

Ikonen schreiben in Spittal/Drau

Zum 13. Mal fand vom 12. bis 16. März 2012 der Ikonenmalkurs statt

Meister Albert Breitegger, seine “SchülerInnen und Ingrid Sommer KA (© Foto: P.Rupitsch)
Meister Albert Breitegger, seine “SchülerInnen und Ingrid Sommer KA (© Foto: P.Rupitsch)

Unter der Leitung des pensionierten Malermeisters Albert Breitegger fand im Pfarrzentrum Spittal der schon seit Monaten ausgebuchte Ikonenschreibkurs nach russischer Tradition statt.
Teilnehmer 2012 waren Auras Michael, Ernst Barbara, Forcher Elisabeth, Obermoser Andreas und Maria, Seeland Karl, Sommer Helmut und Rupitsch Peter.
Die Regionalreferentin der Katholischen Aktion, Ingrid Sommer, eröffnete gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat RR Günther Kanonir die von gregorianischen Gesängen untermalte meditative Woche.
Jeder einzelne Tag des Seminars begann mit einem gemeinsamen Gebet und der Bitte, dass die Ikonenbilder zu Ende geschrieben und fertig gestellt werden mögen.
Dann ging es daran, die Farben zu mischen und Schicht für Schicht aufzutragen, zu warten, bis die einzelnen Farben getrocknet waren. Hilfe vom Meister anzufordern, sich helfen zu lassen, um dann voll Freude wieder eigenständig weiter zu wirken, waren wichtige Elemente im Seminar.
Nach fünftägiger meditativer künstlerischer Betätigung wurden die fertig gestellten Werke feierlich von Stadtpfarrer KR Mag. Ernst Windbichler gesegnet. 

Wissenswertes über die "Geschichte der Ikonen"
Ikonen sind auf eine Holztafel gemalte kleinformatige Kultbilder der östlichen Kirchen, die biblische Szenen, heilige Handlungen und heilige Personen darstellen - Gegenstände der Verehrung, nicht der Anbetung. Die Herstellung einer Ikone galt und gilt als liturgische Handlung und unterliegt strengen Formalismen, die auch heute noch weitestgehend eingehalten werden.
Ikonen üben eine große Anziehungskraft auf Menschen aus, kommen sie doch einer Sehnsucht nach Tiefe, nach dem Geheimnis, nach Erfahrung des Heiligen entgegen.Ikonenschreiben beschränkt sich nicht nur auf bloße Handfertigkeit,  sondern beinhaltet immer spirituelles Wirken mit Form und Farbe. Erst durch den Ausdruck der Barmherzigkeit und der inneren Freude wird ein Bild zur Ikone und lässt das Herzblut des Schreibers spüren.
I.und P.Rupitsch

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