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Zeitschrift “Schatten & Licht”

 
 
 

Veröffentlicht von:

Kontaktstelle für Behindertenpastoral / GH

Zeitschrift für Menschen mit Behinderung, ihre Familien und Freunde

© Foto: Zinkernagel

(© Foto: Zinkernagel)

"Schatten & Licht" ist eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für Menschen mit Behinderung, ihre Familien und Freunde, die von der Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung herausgegeben wird.

 

Aus der aktuellen Ausgabe

Eltern werden, Eltern sein

Jedes Jahr am 8. Dezember bedankt sich Monika herzlich bei ihrer Mutter. Warum? Monika kennt das Evangelium, das am 8. Dezember in der Messe gelesen wird. Der Engel kommt zu Maria und verkündet ihr, dass sie ein Kind empfangen soll. Und: Monika weiß, dass sie das Down-Syndrom hat. Ihr Glaube verknüpft beides: „Mutti, danke, dass Ihr ‚Ja‘ zu mir gesagt habt, als der Engel zu Euch gekommen ist".

„Monika hat das Down-Syndrom. Sie hat ein Chromosom mehr als andere Menschen. Deshalb ist sie auch ein wenig anders, sie braucht ein wenig mehr Zuwendung, ein wenig mehr Zeit, ein wenig mehr Geduld, ein wenig mehr von allem einfach", sagte ihre Mutter einmal. Und hatte dabei eine kleine Träne in den Augen. Sie ist sich des „Mehr" an Sorgen bewusst, aber auch ebenso des Schatzes, der ihr in einem zerbrechlichen Gefäß anvertraut wurde.

Das Wesentliche

Ich denke oft an Monika, auch heute, als ich im Frühverkehr zur Arbeit gefahren bin: Es schien, als ob es ein großes Wettrennen wäre, jeder gegen jeden, als müsse jeder der erste sein. Manchmal ist da aber auch ein Rad- oder ein Autofahrer, der freundlich winkt, der anderen höflich Platz gibt oder mit einer Geste für ein Missgeschick um Entschuldigung bittet. Das sind Lichtblicke, die wohltun: Sie lenken den Blick auf das Wesentliche im Leben. So wie Monika. Ohne sie sind wir – bin zumindest ich – allzuoft in Versuchung, uns im Alltag an Geld und Effizienz auszurichten. Wir brauchen Propheten, die uns an die Werte Gottes erinnern: Wenn ich dem schwachen Kind in der Krippe glaube, dass Liebe stärker ist als der Tod, dann hat sein Leben, dann hat mein Leben einen Sinn. Dann geschieht Menschwerdung.

Immer wieder ja sagen

Trotzdem ist es manchmal nicht leicht, ja zu einem Kind zu sagen. Schon gar nicht zu einem, das beeinträchtigt ist: Jedes Kind ist ein potentieller Knick in der Karriereleiter; ein behindertes Kind bedeutet oft genug den Ausstieg aus der bisherigen Lebensplanung, den Ausstieg aus dem „Stadtverkehr". Um so mehr, als bei vorgeburtlichen Untersuchungen so leicht gesagt wird „Aber das muss doch heute nicht mehr sein!", und man meint damit nicht die Beseitigung der Behinderung durch Therapie, sondern durch Abtreibung des behinderten Kindes. Nicht nur vor der Geburt, auch nach der Geburt sind Eltern gefordert, immer wieder ein entschiedenes „Ja" zu ihrem Kind zu sagen, wie die Autoren in dieser Ausgabe auf berührende Weise zeigen.

Aber nicht nur am Beginn des Lebens, auch am Ende erscheint der Engel und fragt, ob wir das Leben in seiner Schwachheit annehmen und in Liebe bis ans Ziel begleiten wollen – ohne Abkürzungen, die das Leid samt dem Menschen beseitigen möchten ...

 

 

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