Organisation

Kärntner Kirchenzeitung - „Sonntag”

Elisabeth Haimburger: Die Pfarre ist Heimat

Aus der Serie: So bunt ist Kärntens Kirche

Den Tag mit der und für die Pfarrgemeinde planen. Daraus Kraft und Gottvertrauen ziehen. von Ingeborg Jakl

Elisabeth Haimburger aus Kühnsdorf (© Foto: kk)
Elisabeth Haimburger aus Kühnsdorf (© Foto: kk)

Sorgfältig verstaut sie den Korb mit dem vorbereiteten Mittagessen auf dem Beifahrersitz ihres Wagens und dann geht´s los. „Essen auf Rädern“, sagt dazu Elisabeth Haimburger verschmitzt und startet Richtung Pfarrhof in Kühnsdorf. Dort wartet schon Pfarrer Johann Skuk auf sein Essen. Seit Jahr und Tag kann er sich auf Haimburger verlassen. Sie ist eine zuverlässige und begeisterte Pfarrköchin. „Ich koche täglich frisch“, so ihr Prinzip. Aber das ist es nicht allein. Daneben ist sie nämlich noch als umsichtige Mesnerin tätig, sorgt für den Blumenschmuck und die Kirchenwäsche, das Putzen und natürlich für all die anderen wichtigen Dinge, die auf den ersten Blick nicht immer zu sehen sind, aber getan werden müssen. Sie ist der gute Geist der Pfarre, auch wenn Haimburger das gar nicht unbedingt hören will. Für sie ist das gelebter Glauben. „Die Kirche ist meine Heimat, hier bin ich zuhause“, sagt sie und plant bereits den abendlichen Rosenkranz. Vorbeten, für Verstorbene das gemeinsame Gebet organisieren, Elisabeth Haimburger verfügt über das sensible Gespür, mit Trauernden zu sprechen, ihnen Trost in schwerer Zeit zuzusprechen.
Die 72 Jahre sieht man der agilen Kühnsdorferin nicht an. Sie ist seit über 20 Jahren verwitwet. Damals war es nicht leicht für sie, aber in der vielseitigen Pfarrarbeit hat sie ihre Erfüllung gefunden. Kein Wunder, dass sie auch im Pfarrgemeinderat tätig ist. Wie es ihrer zupackenden Art entspricht, im Sozialbereich. Denn hier kann sie Menschen zusammenbringen, mit ihnen gemeinsam an der Zukunft der Pfarre arbeiten. Daher steht für sie schon jetzt fest: „Wenn man mich für den Pfarrgemeinderat aufstellt, bin ich gern wieder mit dabei.“ Für sie ist die hier erlebte Gemeinschaft wichtig, das gemeinsame Tun, um in der Pfarre etwas zu bewegen. Die Vorbereitungen für den Familienfasttag laufen bereits. Ein Tag könnte bei ihr doppelt so viele Stunden haben. „Mir fällt immer etwas ein.“ Und das spüren auch die Kinder, Enkel und Urenkel. Sie alle kommen gern zu Besuch.