Donnerstag 18:30 - 20:30
Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Kärnten
Fachbereich: Kunst und Kultur

Vor 514 Jahren, am 01. November 1512 betrat Papst Julius II. die sixtinische Kapelle und richtete den Blick nach oben – und was er sah, verschlug ihm die Sprache. Das gesamte Deckengewölbe erstrahlte in neuen Farben und Formen. Über dem Haupt des Papstes streckte Gott dem nackten Adam seinen Finger entgegen, kündeten heidnische (?) Sybillen das Schicksal der Welt, verließen der „Mensch Adam“ und das „Leben Eva“ das Paradies. Die unglaubliche Pracht des Gewölbes fasziniert noch heute, die Aufgabe, die Decke auszumalen, war wohl die Lebensaufgabe eines Künstlerkollektivs. Mitnichten. Gerade einmal vier Jahre hat Michelangelo Buonarroti für die Gestaltung der Decke benötigt- in nur vier Jahren hat er 115 überlebensgroße Figuren auf 520 m2 Fläche verewigt.
Malerei, Plastik, Architektur – der Florentiner Künstler Michelangelo Buonarotti brachte es in allen diesen Kunstformen zur Meisterschaft.
Mit seinem übergroßen Schaffen hinterließ er der Menschheit einige der wichtigsten Kunstwerke überhaupt.
Wer aber war der "Meister der Renaissance" und wie war sein Werdegang – und vor allem, in welchem historischen Umfeld konnte Michelangelo wirken und so zu seinen Höchstleistungen angespornt werden?