Pfarre

St. Georgen am Längsee

Maria Wolschart

Wallfahrtskirche im Wolschartwald

Patrozinium: Maria Sieben Schmerzen

GOTTESDIENSTE:

MO 22.04.2019 - 09.00 Uhr Heilige Messe Ostermontag - Emmausgang

MO 10.06.2019 - 10.30 Uhr Heilige Messe Pfingstmontag

FR 26.07.2019 - 10.30 Uhr Heilige Messe mit Autosegnung - Annatag

SO 04.08.2019 - 10.30 Uhr Heilige Messe mit Bezirkschor - Portiuncola - Kirchtag

DO 15.08.2019 - 10.30 Uhr Heilige Messe mit Kräutersegnung - Mariä Himmelfahrt

SO 08.09.2019 - 10.30 Uhr Heilige Messe - Mariä Geburt

MARIA WOLSCHART

Maria Wolschart, östlich der Kärntner Bundesstraße inmitten des einst gefürchteten Wolschartwaldes gelegen, ist eine kleine Wallfahrtskirche. Die Örtlichkeit, heute bestehend aus zwei Häusern und der Kirche, wurde 1458 erstmals als "Woleschart" urkundlich erwähnt. Diese Bezeichnung dürfte wohl aus einem altdeutschen Wort hergeleitet sein, das so viel wie "Wolfswald" bedeutet.

Für mich ist Maria Wolschart mit vielen Kindheitserinnerungen verbunden, bin ich doch nicht weit enfernt im Dorf Passering am gegenüberliegenden Ufer der Gurk aufgewachsen. Beim Spaziergang durch den Wald wurde da oft die Legende vom "Krapfenbäck Simmerle", dem berüchtigten Wolscharträuber, erzählt. Er war so eine Art Robin Hood seiner Zeit, führte eine ganze Bande dunkler Gesellen an und wurde schließlich 1809 von den Franzosen gefangen genommen, verurteilt und gehängt.

Angeblich hat der Wolscharträuber ja ein magisches Messer besessen, das er beim Kartenspiel immer mit der Spitze von sich weg auf den Tisch legte. Drohte Gefahr, so drehte sich die Messerspitze zu ihm hin und er konnte flüchten. Einmal, so wird erzählt, ignorierte er die Warnung und prompt umstellten die Franzosen das Gasthaus und nahmen ihn gefangen. Im 18. Jahrhundert ist eine Holzkapelle entstanden, 1843 ließ Graf Gustav Egger eine neugotische Kapelle errichten.

(Text an der alten Kapelle ausgehängt - Verfasser unbekannt)