Erntedank in St. Margarethen: Für eine „Ökologie des Herzens“
Bei strahlendem Herbstwetter feierte St. Margarethen sein traditionelles Erntedankfest. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die örtlichen Vereine sowie die Kindergarten- und Volksschulkinder versammelten sich beim Techkreuz und zogen gemeinsam zum Vorplatz der Peter-Turrini-Volksschule. Dort zelebrierte Stadtpfarrer Christoph Kranicki den Festgottesdienst.
In seiner Predigt spannte Kranicki anlässlich des Gedenkens an 800 Jahre hl. Franz von Assisi einen Bogen vom berühmten Sonnengesang bis zum Gebet um den Frieden. Im Mittelpunkt stand dabei die „Ökologie des Herzens“: „Denn nicht nur Flüsse und Meere können verschmutzt werden. Auch unser Herz kann verschmutzen.“ Neid, Stolz, Gleichgültigkeit und Egoismus würden nicht nur das Herz, sondern auch den Blick auf unsere Mitmenschen trüben.
Besonders aktuell sei deshalb die Bitte: „Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens.“ Nicht darauf zu warten, dass sich die anderen oder die ganze Welt verändern, sondern bei sich selbst zu beginnen, lautete die Botschaft. Unsere Welt brauche Menschen „mit einem wachen und friedvollen Herzen“ – Menschen, die staunen, danken und im anderen einen Bruder oder eine Schwester erkennen können.
Nach dem Gottesdienst lud die Landjugend mit Obmann Patrick Rutrecht und Mädelleiterin Anna Savic zum Frühschoppen in den Pfarrgarten. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Trachtenkapelle St. Margarethen, die Familienmusik Kopp/Kainz sowie Laura und Maria Maier.
Die Bildergalerie von Gerhard Pulsinger gibt einen Einblick in ein gelungenes Erntedankfest, das Glaube, Tradition und gelebte Gemeinschaft miteinander verband.