Pfarre

Maria Gail

Pfarr- und Wallfahrtskirche

Kunst und Geschichte

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche ist 'Zu Unserer Lieben Frau an der Gail' geweiht. Sie ist dem gleichnamigen Ort und seinem Fluss an der Gail zuzuordnen und strahlt seit Jahrhunderten in ihrem ganz eigenen Charme. Die Kirche gehört zu den kostbarsten Sakralbauten unseres Landes. Auf der ursprünglich romanisch-gotisch erbauten Kirche sind mehrere archaisch dargestellte Steinreliefs aus dem 14. Jahrhundert dargestellt. Im Inneren der Kirche wirken kunstvolle Unikate mit historischen Hintergründen.

Die Urpfarre Maria Gail mit zahlreichen Filialkirchen verlief bis jenseites der Karawankenkette. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich diese zu selbständigen Pfarren. Bewegte Zeiten und Veränderungen prägten die Historie des Ortes und der Kirchenentwicklung. Heute ist Maria Gail ein Teil der Stadt Villach.

Maria Gail ist Pfarr- und Wallfahrtskirche und zieht viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen an.

SYMBOLE UND BILDER

Markant für die Kirche Maria Gail ist sein nach Osten gerichteter barocker Hochaltar. Er symbolisiert Christus und das 'Ewige Licht' und verkörpert in seiner Darstellung die Gemeinschaft und den Reichtum im Glauben.

Freskenmalereien, Bilder und Statuen von unschätzbarem Wert schmücken die barocke Kirche in einzigartiger Weise.
Dies mag auch ein Grund sein, weshalb diese heilige Stätte mehr als ein Museum oder ein Kulturdenkmal ist.

Kontaktperson für Wallfahrten: Maria Hasslacher, Tel.: +43 (0) 664 52 81 896

 

HISTORISCHES

Maria Gail zählt zu den prominenten Wallfahrtsorten in Kärnten. Die Gründung der Kirche geht vermutlich bereits auf die Langobarden zurück. In einer Urkunde des Klosters Moggio in Friaul wird die Pfarre 1136 erstmals erwähnt und gilt als aquilenische Urpfarre des Villacher Raumes. Die ursprünglich romanische Chorturmkirche wurde zwischen 1400 und 1450 gotisch erweitert. Während der Türkeneinfälle in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden viele Gotteshäuser ausgeraubt und geplündert und auch die Kirche von Maria Gail war davon nicht verschont geblieben. Im Auftrag des Patriarchen von Aquileia wurde sie vom damaligen Bischof von Caorle 1486 neu geweiht. Die heute noch vorhandene „Türkenglocke“ von 1473 erinnert an jene Zeit. Im 16. Jahrhundert, der Zeit der Reformation, traten in der Pfarrkirche Maria Gail vorübergehend lutherische Prediger auf. Eine Steintafel im Turmquadrat berichtet vom Einsturz des Kirchturms im Jahre 1580 und dessen Wiederrichtung 1606. Die Ursache dafür dürfte die mangelnde Renovierungsbereitschaft gewesen sein. Bei der Innenrestaurierung 1950 wurden spätromanische  Fresken an der Nord- und Südwand des Kirchenschiffes freigelegt.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Filialkirchen der einstigen Urpfarre Maria Gail selbständig. Seit 1980 ist die Kirche „Zum Hl. Johannes dem Täufer“ in Drobollach Filialkirche von Maria Gail.

Sein Kirchenpatrozinium feiert Maria Gail am 15. August, dem Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel.