Fußwallfahrt nach Hirschegg
Am Christi-Himmelfahrtstag, dem 14. Mai, hat die Pfarre St. Peter wieder die seit über 300 Jahren ohne Unterbrechung bestehende Fußwallfahrt nach Hirschegg begangen.
Trotz des bereits am Vortag angekündigten schlechten Wetters mit Regen und sogar Schneefall in höheren Lagen gestaltete sich der Vormittag zwar kühl, aber noch trocken, sodass Pfarrer Nirmal die Almmesse im Freien beim Petereralmhüttenkreuz zelebrieren konnte.
Das angekündigte schlechte Wetter, das aufgrund der mittlerweile langen Trockenperiode in unserer Region eigentlich mehr als willkommen ist, hat jedoch den einen oder anderen diesmal von der Teilnahme an der Messe und auch an der Wallfahrt abgehalten. Trotz manche kalte Hände – auch jener des Pfarrers – haben 44 Personen die Almmesse mitgefeiert.
Ein harter Kern von 18 Wallfahrern machte sich anschließend unter der Führung von Johannes Mostögel und Siegfried Rieger, die auch als Vorbeter fungierten, auf den Weg über die Alm. Abgesehen von ein paar kurzen Regentropfen und einigen Schneeflocken kam die Gruppe einigermaßen trocken bis zur Raststation bei der Bartholomäuskirche auf der Hirschegger Alm.
Ab dem Pongratzwirt begann es dann bereits stark zu regnen.
Ein großes Dankeschön gilt der Pfarre Hirschegg, allen voran Kaplan Ioan Ioja mit seinen Gehilfen sowie der Ortsmusikkapelle Hirschegg, die trotz des Regens die Wallfahrer am Ortsrand in Empfang nahmen und sie zur anschließenden, vom Kaplan zelebrierten Maiandacht in die Kirche geleiteten.
Im Anschluss an die Andacht konnten sich die doch etwas durchnässten Wallfahrer in der warmen Gaststube des Dorfcafés Riedl wieder aufwärmen; auch für das leibliche Wohl war dort bestens gesorgt.
Um 18.00 Uhr ging es dann mit dem Bus zurück in die Heimat nach Reichenfels und St. Peter.
Die Pest auch als „Schwarzer Tod“ bekannt war einst der Ursprung dieser Fußwallfahrt nach Hirschegg. In Zukunft wird man, wenn sich das Klima weiter so verändert, wohl immer öfter um Regen beten müssen.
(Franz Karner)