Pfarre

Molzbichl

…“Gewähre uns auf ihre Fürsprache Schutz und Hilfe“…

Florianiprozession nach St.Peter

Am 7. Mai fand die traditionelle Florianiprozession von Molzbichl nach St. Peter bei Spittal statt. Um 19 Uhr setzte sich die Prozession in Molzbichl in Bewegung. Zahlreiche Gläubige sowie eine Abordnung der Feuerwehr Olsach/Molzbichl nahmen daran teil.

Auf dem Weg nach St. Peter wartete kurz vor dem Ziel eine Abordnung der Feuerwehr St. Peter. Nach der feierlichen Begrüßung der Kreuze zogen alle Teilnehmer gemeinsam in Richtung Kirche, wo der Gottesdienst stattfand.

Die Messe wurde von Dechant und Stadtpfarrer KR Mag. Ernst Windbichler gemeinsam mit der Gemeinde gefeiert und vom Kirchenchor Molzbichl musikalisch umrahmt. In seiner Predigt stellte er die Arbeit und den Einsatz der Feuerwehrmänner und -frauen in den Mittelpunkt. Er betonte, dass ihr selbstloser Dienst am Nächsten weit über eine bloße Aufgabe hinausgehe: Diese Arbeit sei zugleich auch ein Gebet und wahrhaft „Gottes Dienst“.

Die Florianiprozession steht in enger Verbindung mit dem heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr. Der Legende nach war Florian ein römischer Offizier, der im 3. Jahrhundert für seinen christlichen Glauben und seinen Einsatz für andere verfolgt und schließlich hingerichtet wurde. Ihm wird auch zugeschrieben, durch sein mutiges Eingreifen Brände gelöscht und Menschen gerettet zu haben, weshalb er bis heute als Schutzheiliger gegen Feuer und Wassergefahren verehrt wird.

Florianiprozessionen haben eine lange Tradition und sind Ausdruck des Dankes sowie der Bitte um Schutz für jene, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Sie verbinden gelebten Glauben mit der Wertschätzung für die Arbeit der Einsatzorganisationen.

Gerade in einer Zeit, in der vieles selbstverständlich erscheint, wurde im Rahmen dieser Feier einmal mehr die große Bedeutung des Ehrenamtes sichtbar. Ob bei der Feuerwehr oder im kirchlichen Leben – ohne das freiwillige Engagement zahlreicher Frauen und Männer wären viele Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens nicht denkbar.