Dekanat

Dekanat Spittal an der Drau

Stille Nacht und alte Kirchen

Dekanat Spittal zu Gast im Lungau: Gemeinschaft, Kultur und Glauben auf einem Ausflug vereint

Das regnerische Wetter, das uns am 10. Juni den ganzen Tag über treu begleitete, konnte die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanates Spittal nicht davon abhalten, zuerst in Feistritz und dann in Spittal in den Bus zu steigen. Nach der Begrüßung durch Reiseleiter Pfarrer Rudolf Pacher und einer kurzen Einführung ins Programm ging es zur ersten Station. Dort warteten Frühstück und Kaffee, eine Kombination, die bekanntlich schon viele Ausflüge gerettet hat.

Anschließend führte der Weg zur Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg. Die Kirche beeindruckte durch ihre Geschichte, ihre Architektur und die herrliche Aussicht über das Lungauer Land. Trotz des Regens blieb der Blick beeindruckend. Manch einer wusste am Ende nicht mehr genau, ob ihn die Aussicht oder die Kirchenführung mehr begeistert hatte. Gemeinsam mit den Wallfahrern aus Villach-St. Leonhard und Maria Landskron feierten wir die Heilige Messe.

Die nächste Station war Mariapfarr. Dort stärkten wir uns beim Mittagessen und nutzten die Gelegenheit für Gespräche und eine kleine Verschnaufpause. Danach standen das Stille-Nacht-Museum und die Pfarrkirche auf dem Programm. Wir erfuhren, dass Mariapfarr zu den ältesten Marienwallfahrtsorten Österreichs zählt und als geistliches Herz des Lungaus gilt. Berühmt wurde der Ort auch durch Joseph Mohr, der hier den Text von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ verfasste. Im Lungau sind eben nicht nur die Berge hoch, sondern auch die Traditionen.

Die letzte Station war die Filialkirche in Althofen bei Mariapfarr. Hier befand sich einst das kirchliche Zentrum des Lungaus. Die dem heiligen Laurentius geweihte Kirche wurde bereits im Jahr 754 erwähnt und gilt als die älteste Kirche des Lungaus. Unsere Kirchenführerin und Mesnerin erklärte uns die Geschichte des Gotteshauses. Über viele Jahrhunderte war Althofen die „Mutterkirche“ des Lungaus. Die kleine Kirche wirkt heute bescheiden, ist aber so etwas wie die Großmutter vieler Lungauer Kirchen. Einen solchen Titel bekommt man schließlich nicht alle Tage, und schon gar nicht über mehr als 1.200 Jahre hinweg.

Danach ging es zurück nach Spittal. Dechant Ernst Windbichler dankte Pfarrer Rudolf Pacher für die Organisation und die hervorragende Begleitung des Ausflugs. Er bedankte sich auch bei allen Mitreisenden für die gute Stimmung und wünschte noch viele schöne gemeinsame Ausflüge. Seine Worte hatten dabei einen leicht wehmütigen Unterton: Es war sein letzter Dekanatsausflug als Dechant von Spittal. Im September führt ihn sein Weg bekanntlich nach Kötschach-Mauthen.