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“Mut(einander) - Eine berührende Lange Nacht der Kirchen in Liebenfels

Unter dem Motto „Mut(einander)“ stand die diesjährige Lange Nacht der Kirchen am 29. Mai 2026 in Liebenfels. Viele Besucherinnen und Besucher (auch von Pfarren außerhalb des Pfarrverbandes Liebenfels) ließen sich auf einen Abend ein, der zum Nachdenken, Zuhören und Begegnen einlud.

Für die musikalische Gestaltung sorgte das Kinder- und Jugendorchester des Musikvereins Liebenfels, das mit seinen schwungvollen und abwechslungsreichen Melodien den Abend auf besondere Weise bereicherte.

Als erste Referentin sprach Antonia Gössinger, ehemalige Chefredakteurin der Kleinen Zeitung, über den Mut im Journalismus. Eindrucksvoll schilderte sie die Herausforderungen, denen Journalistinnen und Journalisten heute begegnen. Besonders nachdenklich stimmte ihre Feststellung, dass die Medien- und Pressefreiheit derzeit in vielen Ländern der Welt so stark eingeschränkt werde wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Anschließend berichtete Elisabeth Vallant, Krankenhausseelsorgerin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und im Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt, von bewegenden Begegnungen mit Patientinnen und Patienten. Sie erzählte von Menschen, die trotz Krankheit, Unsicherheit und schwerer Lebenssituationen Wege finden, Mut zu schöpfen und Hoffnung zu bewahren.

Da Nicole Eschenauer, Fachsozialbetreuerin in der Einrichtung Camphill, verhindert war, wurden ihre Gedanken von Pfarrassistentin Eva Schwarz-Dellemeschnig vorgetragen. Anhand einer berührenden Begebenheit zeigte sie auf, wie Mut oft ganz unscheinbar beginnt: Eine Assistenznehmerin setzte sich entschlossen für ein Mädchen ein, das von anderen gemobbt wurde. Eine kleine Geste mit großer Wirkung – und ein eindrucksvolles Beispiel für gelebtes Miteinander.

Im Anschluss waren alle Gäste zu einer liebevoll vorbereiteten Agape eingeladen. Das Agapen-Team rund um Sissy Moser verwöhnte die Besucherinnen und Besucher mit Broten, Kuchen und Getränken. Besonders erfreulich war die Unterstützung durch Linde Pirker, die den Käse vom Tschadamer Hof spendete.

Den stimmungsvollen Abschluss des Abends bildete eine Maiandacht, in der das Thema „Mut“ noch einmal aufgegriffen wurde. In Gebeten, Texten und Liedern wurde deutlich: Mut wächst dort, wo Menschen füreinander da sind und miteinander ihren Weg gehen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitwirkenden, Helferinnen und Helfern sowie allen Besucherinnen und Besuchern, die zum Gelingen dieser besonderen Langen Nacht der Kirchen beigetragen haben.