Pfarre

Sörg

“Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Wer Gutes sät, wird auch Gutes ernten.”

Prozessionen und Bittgänge der Pfarre Sörg

Bei Bittprozessionen und Flurgängen wird eine alte Tradition gepflogen: Das Anliegen der Gläubigen ist es im gemeinsamen Gehen um den Segen Gottes, um gedeihliches Wetter, um Fruchtbarkeit der Wälder, Felder, Wiesen und Gärten, um eine gute Ernte, um Schutz vor Frost, Hagel, Sturm und anderem Unwetter zu beten und zu bitten.

Der erste Bittgang in der nachösterlichen Zeit führte die Fußwallfahrer am Markustag, am Sa. dem 25. April 2026 abends, von Sörg zur Filialkirche nach Hart. Begleitet von Kaplan Michael Rossian spürten wir das Aufkeimen der frühlingshaften Natur und betrachteten das zarte noch spärliche Grün. Auf halbem Wege trafen wir auf die "Harter" mit ihrem geschmückten Vortragskreuz. Den glorreichen Rosenkranz betend legten wir dann die Wegstrecke bis zur kleinen Kirche in Hart zurück, wo wir mit Kaplan Michael die Hl. Messe feierten. Beim Nachsitzen im GH "Harterwirt" tauschten wir bunte Begebenheiten aus dem Pfarrleben im Glan- und Gailtal aus.

An den Bitttagen vor dem Hochfest „Christi Himmelfahrt“ machten sich abends die Bittgänger wieder auf dem Weg:

Am Mo., dem 11. Mai um 18:00 Uhr, marschierten zahlreiche Gläubige bei etwas unbeständigem Wetter, aber endlich den langersehnten Regen erwartend, wiederum von Sörg nach Hart. Begleiter und Zelebrant war abermals Kaplan Michael Rossian. Es war schön, dass Maria und Theodor bereitwillig das Tragen der mit blühendem Flieder und Schneeball verzierten Kreuze übernahmen.

Am nächsten Tag trafen sich unser Prov. Stadtpfarrer Jinu Joseph Mangalath und die Pilger, auch um 18.00 Uhr, beim Bauernhof vlg. Steurer in Fachau, um auf dem etwas steileren Weg zur Filialkirche am Lorenziberg betend und bittend zu gelangen. Kreuzträgerinnen waren abwechselnd Julie und Ingrid. Nach dem Ankommen wurde mit Pfarrer Jinu Joseph Gottesdienst gefeiert und von ihm der Wettersegen gespendet:

„Gott, der allmächtige Vater, segne euch und schenke euch gedeihliches Wetter; er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern. Er segne die Felder, die Gärten und den Wald und schenke euch die Früchte der Erde. Er begleite eure Arbeit, damit ihr in Dankbarkeit und Freude gebraucht, was durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen ist. + Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“

Ein großes Danke an unsere beiden geschätzten Priester und an alle, die dazu beitragen, diesen Brauch aufrechtzuerhalten und weiterzutragen.