„Mit den Füßen beten“
Vierbergemarsch mit Beginn in Sörg
Nach altem und überliefertem Brauch beginnt für die Sörger der Vierbergemarsch, auch als Vierbergelauf oder Vierbergewallfahrt dokumentiert, bereits donnerstags in Sörg über den Lorenziberg nach St. Veit/Glan, bevor es um Mitternacht am Dreinagelfreitag, vierzehn Tage nach dem Kreuzestod Jesu Christi, losgeht, um den Ulrichsberg, den Veitsberg und eventuell nochmals den Lorenziberg zu erklimmen.
Heuer war es der 16. April 2026, und eine große Pilgerschar hatte sich um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche Sörg zum gemeinsamen Gottesdienst eingefunden. Ganz besonders freuten sich unser Provisor Jinu Joseph Mangalath und die Vierbergler über die Kindergruppe der Volksschule Liebenfels, die reges Leben in das Gotteshaus brachten und die Heilige Messe mit ihrem Dir. Gerold Leitner und dem Lehrerteam musikalisch und gesanglich umrahmten. Sträußchen mit dem Vierbergelaub Buchsbaum und Efeu waren für alle vorbereitet und konnten als „Segen“ mitgenommen werden. Nach dem Umrunden der Kirche mit den Kreuzträgern setzte sich die Pilgerschaft mit rund 80 Kindern und 40 Erwachsenen über den „Wirtbichl“, am Reidenauer Wehrturm vorbei Richtung Fachau, in Bewegung.
Pfarrer Jinu Joseph, der heuer die Vierbergler auf dem Großteil der Strecke begleiten möchte, hielt nach der halbstündigen Verschnaufpause auf dem Lorenziberg im beschaulichen Bergkirchlein eine kurze Andacht. Mit den nun „aufgeputzten“ Vortragskreuzen aus Pulst, Sörg und dem Lorenziberg erreichten die Fußwallfahrer auf steilen, trockenen Wald- und Wiesenwegen das Kreuz beim Schloss Dornhof. Im Hammergraben Richtung Vituspark zeigte trotz regenfreier Prognose der Wettergott kein Erbarmen und viele kamen stark durchnässt bei der Stadtpfarrkirche St. Veit/Glan an.
Mit großem Glockengeläute empfing Kaplan Michael Rossian die Fußwallfahrer vorm Kirchenportal, segnete sie und lud in der Andacht zum Innehalten, Mitbeten und Fürbittehalten ein.
Die vorbereitete Agape im Pfarrzentrum schmeckte unter diesen nassen Umständen besonders gut. Die Volksschulkinder konnten sich umziehen und aufwärmen, bevor es gut gestärkt mit ihren Lehrerinnen mit dem Zug heimwärts nach Liebenfels ging. Die restlichen Wanderer formierten sich, auch bestens versorgt, um das Ziel an diesem Tag, den Magdalensberg, zu erreichen.
Ein großes „Vergelt’s Gott“ dem Pfarrteam rund um Stadtpfarrer Jinu Joseph Mangalath und Kaplan Michael für die herzliche Aufnahme und die Verpflegung der Sörger Vierbergler!