Austeilung des Blasiussegens in der Pfarrkirche Obermühlbach
Foto: Ines Pleschutznig
Der Blasiussegen, traditionell am 3. Februar oder an einem angrenzenden Sonntag gespendet, ist ein sakramentaler Segen der katholischen Kirche, der auf den heiligen Blasius von Sebaste zurückgeht.
Blasius von Sebaste war der Überlieferung zufolge Bischof von Sebaste in Kleinasien und erlitt 316 das Martyrium. Der Heilige zählt zu den vierzehn Nothelfern. Die bekannteste Erzählung über Blasius berichtet, wie er während seiner Gefangenschaft in einem römischen Gefängnis einem jungen Mann, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete. Deshalb erteilt die Kirche den Blasiussegen zum Schutz gegen Halskrankheiten. Darin kommt das gläubige Vertrauen auf die Heilszusage Gottes gerade auch für das leibliche Wohlergehen des erlösungsbedürftigen Menschen zum Ausdruck.
In der Pfarre Obermühlbach spendete Pfarrer Joseph Tombert vom Seelsorgeteam des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit an der Glan in Vertretung von Provisor Dr. Charles Ogbunambala, der seinen Urlaub in seiner Heimat Nigeria verbringt, diesen Segen im Anschluss an die Heilige Messe des Festes „Darstellung des Herrn“ (Mariä Lichtmess):
„Par l'intercession de saint Blaise, que le Seigneur te préserve des maux de la gorge et de tout mal. Que Dieu, le Père, le Fils et le Saint-Esprit, te bénisse.“
„Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“
Foto: Ines Pleschutznig
Die Erstkommunionkinder der Volksschule Obermühlbach bastelten dazu auch selbst verzierte Kerzen, die zusammen mit den von den Gottesdienstbesuchern gespendeten Altarkerzen gesegnet wurden.
Ein Großteil der Erstkommunionkinder (Moritz Ernst, Lina Herrnhofer, Elias Medgyesi, Luisa Millatsch, Florian Müller, Leonie Omelko und Emma Pleschutznig) versahen neben Pfarrer Tombert und Akolyth DI Dr. Paul Barbić als Ministranten ihren Dienst am Altar.
Text: Dr. Paul Barbic