Erntedanksonntag - Zahvalna nedelja
In Dankbarkeit und fröhlichem Miteinander Gott und den Mitmenschen nahe sein
Jedes Jahr feiern wir in Lind ob Velden unseren Erntedank als großes Fest der Dankbarkeit und der Gemeinschaft. In den Vorbereitungen erleben wir, wie gemeinsames Tun verbindet und Freude macht. Viele helfende Hände sind notwendig, damit ein Fest gelingen kann.
Ein kleiner Auszug aus der Predigt unseres Herrn Pfarrers Marijan Marijanović:
... Auf unserem Erntedankaltar sehen wir die Früchte der Erde: Getreide, Brot, Obst, Gemüse, Blumen und vieles mehr. Hinter all diesen Gaben stehen Menschen die arbeiten, säen, pflanzen, pflegen, ernten und Verantwortung übernehmen. Aber hinter all unserem menschlichen Tun steht noch eine größere Wirklichkeit:
Der Mensch kann säen – aber er kann das Leben nicht erschaffen. Wir können die Erde bearbeiten, aber wir können das Wachstum nicht erzwingen. Wir können planen, aber wir halten nicht alles in unseren Händen.
Deshalb sagen wir heute: Danke, Gott, für die Erde. Danke für Sonne und Regen. Danke für die Menschen, die unsere Lebensmittel erzeugen. Danke für unsere Familien und Gemeinschaften. Danke für das Leben.
... Christsein besteht nicht nur aus Worten. Es genügt nicht zu sagen: „Ich glaube.“ Es genügt nicht zu sagen: „Ich bin Christ.“ Es genügt auch nicht, ein Kreuz zu tragen oder ein Kreuz an der Wand zu haben. Der Glaube muss in unserem Leben sichtbar werden. Der Glaube muss Frucht bringen. Und genau deshalb passt dieses heutige Evangelium so gut zu unserem Erntedankfest.
... Wie die Erde Früchte hervorbringen soll, so soll auch unser Leben Früchte hervorbringen: Früchte der Liebe, Früchte der Barmherzigkeit, Früchte der Vergebung, Früchte des Friedens, Früchte der Solidarität, Früchte der Hoffnung.
Gott fragt uns nicht nur: „Was hast du gesagt?“ Er fragt uns: „Was hast du getan?“
... Darum wollen wir heute an diesem Erntedankfest beten:
Herr, schenke unserer Erde gute Früchte.
Schenke unseren Familien Früchte der Liebe.
Schenke unseren Schulen Früchte der Weisheit und Menschlichkeit.
Schenke unseren Kirchen Früchte der Einheit.
Schenke unserer Gesellschaft Früchte des Friedens.
Und schenke unserem eigenen Leben Früchte, die vor dir Bestand haben.
... Möge das Kreuz uns immer daran erinnern:
Die Liebe ist stärker als der Hass.
Die Hoffnung ist stärker als die Angst.
Das Leben ist stärker als der Tod.
Und möge uns das heutige Evangelium lehren:
Unser Glaube darf nicht nur auf unseren Lippen sein. Er muss in unserem Leben sichtbar werden. Denn am Ende zählt nicht nur, was wir sagen. Es zählt, was wir aus Liebe tun. Amen.