Pfarre

St. Jakob im Lesachtal

Auszüge aus der Pfarrchronik

Wetter

1917 Schon im Dezember 1916 schneite es ca. 1 m., das war nicht selten der Fall. Aber im Jänner kamen 5 – 6 m dazu. Dementsprechend war die Lage. Niemand kann sich an eine solche Situation erinnern. Dazu kamen im Winter 1916 - 17 Lawinenabgänge an Orten, die nicht als gefährlich bekannt waren. So fielen im Wolayertal viele Soldaten dem „weißen Tod“ zum Opfer.

1925 Am 12. Februar fielen unheimliche Regenmengen, sodass eine Katastrophe befürchtet wurde. Besonders vlg. Unterhiasler war in Gefahr.

1928 Wenige erinnern sich an einen so kalten Winter. Er war zwar 8 - 10° wärmer als im Gailtal und Villach.

1931 Am Faschingsdienstag begann es zu wettern und schneien. Insgesamt 1,75 m. Nach

einer Woche war die Straße ausgeschöpft und der Postverkehr war wieder hergestellt.

1932 Trockener Sommer – die Feuerwehr hielt „Feuerwache“. Vier Bittprozessionen – waren nicht umsonst.

1935 Die Neueindeckung des Kirchendaches, musste eine Woche unterbrochen werden, wegen Schneefall, am 22. Oktober

1936 28. - 29 Februar, 1 m Schnee, kein Postverkehr, in der Schule erschienen nur 25 Kinder.

1950/51 Dieser Winter wird in der Chronik als sehr schneereich beschrieben. Besonders im

Lesachtal. Aber trotzdem hat der hochwürdige Mitprovisor Karl Krainer (Kornat) stets gebührlich alle Gottesdienste gehalten und Religionsunterricht gegeben.

In der Nacht vom 10. auf 11. November kam ein Unwetter. Mehrere Erdrutsche und Vernichtung von Brücken waren die Folge. Der Autoverkehr war 14 Tage eingestellt.

1956 In der Nacht vom 26. auf 27. Oktober fiel derart viel Schnee, sämtliche Licht und Telefonleitungen waren gestört. Selbst die ältesten Leute können sich nicht auf so viel Schnee im Oktober erinnern. Es wurde ein langer Winter.

1965 4. Juni eine Viertelstunde Hagelschlag – große Schäden.

„Sintflut über Kärnten“ so die Überschrift in der Zeitung. Die ununterbrochenen

Regengüsse im September haben im südlichen Alpenland, vor allem in Kärnten zu schweren Überschwemmungen geführt. Schwer betroffen waren das Drau- und Lesachtal. Auch Todesopfer waren zu beklagen.

1966 Neue Heimsuchung ab 6. November in Oberkärnten. Murenabgänge, vernichteten Straßen und Gebäude. Diese Katastrophe forderte auch Menschenleben. Viele Bewohner mussten sich ein neues Zuhause suchen und schaffen.

2014 Für 1. Jänner wurde 1 m Neuschnee vorhergesagt. Dieser kam am 31. Dezember und wiederholte sich noch dreimal. Nicht zum ersten – und nicht zum letzten Mal mussten viele Dächer abgeschaufelt werden.

2016 Bei einem Gewitter im Juli wurde durch Blitzschlag die Lautsprechanlage in der Kirche und die Turmuhr beschädigt.

2018 Ende Oktober haben arge Regengüsse unsere Gegend heimgesucht. Dazu kam ein ungewöhnlicher Sturm in der Nacht. Die Schäden an Dächern, Wald und Fluren sind kaum zu beziffern. Bei Rattendorf wurden Infolge eines Dammbruchs Häuser, die Kirche und Fluren verwüstet.

Brandkatastrophen:

1906 Bei einem Brand in St. Jakob, wurde die Schule und ein Objekt eingeäschert.

1916 Wurde die Scheune des Johann Kofler in Sittmoos durch Feuer vernichtet.

1917 In der Nacht vom 28. auf 29. März brannten Haus und Scheune des Besitzers Einetter in St. Jakob nieder.

1932 Am 23. Aug. kam es auf der Kosta zu einem Brand bei dem das Wohnhaus und die Scheune den Flammen zum Opfer fielen.

1957 In der Mittagszeit des 12. August brach im Wirtschaftsgebäude des Josef Kofler in Strajach ein Brand aus und erfasste auch das Wohnhaus.

1965 Es war für alle eine Schreckensnacht- so steht es in der Chronik. Hauptbetroffene waren drei Familien in Podlanig. Alle verloren Haus und Hof beim Großbrand in der Nacht vom 12. auf 13. April. Alle Familien, Fritzer, Guggenberger und Unterluggauer mussten von vorne anfangen. So wurde festgehalten, dass die Rohbauten aller Gebäude Ende September wieder aufgebaut waren.

Kriege:

1914-1918 Erster Weltkrieg – unsere Pfarre hatte 15 Gefallene zu beklagen.

1919 Mobilisierung gegen die in Kärnten einbrechenden Jugoslawen.

Vom 6. Juni - 31. Juli Besetzung von Klagenfurt.

1920 folgt die Volksabstimmung in Kärnten.

1938 - 1945 Zweiter Weltkrieg - 18 Soldaten aus unserer Pfarre sind gefallen, drei gelten als vermisst.

Am 22. Nov. wurden beim Überflug „Restbomben“ abgeworfen, diese schlugen im Feld von Klammer und Laßnig Krater im Ausmaß von 30 m Durchmesser und 15 m Tiefe in den Boden. Glücklicherweise waren außer geborstener Fensterscheiben keine Schäden entstanden.

2022 Der russische Einfall in die Ukraine erfolgt am 24. Feb. Viele Flüchtlinge

kommen zu den bestehenden menschlichen Problemen dazu.

Erdbeben:

1976 Erdbeben in Friaul am 6. Mai. In unserer Gegend kam man mit Sprüngen und Rissen in Gebäuden und dem Schrecken davon.

Krankheiten:

1917 Die „spanische Grippe“, örtlich keine Todesopfer im Gegensatz zum oberen Lesachtal.

2019 Kam das „Corona“ Virus nach Österreich. Es wurde eine Pandemie, mit unvorhersehbaren und ebenso unvorstellbaren Auswirkungen. Die Maßnahmenliste dagegen ist lang. Impfungen, Isolierung, dreimal Lockdown, sowie Schulschließungen. Ebenso lang ist die Liste der Folgen. Die Krankheit forderte viele Opfer. Viele Arbeitslose und Kurzarbeiter waren

die Folge. Große Teuerung - von der Regierung wurden Hilfsmaßnahmen getätigt.

Der 1. März 2023 wird als Ende (vorläufig) der Maßnahmen erklärt.

Unglück

1929 Am Ostersamstag ereignete sich ein Unglück beim Böller schießen. Eine

vorzeitige Explosion verletzte vier Männer und sie erlitten Verbrennungen im Gesicht, an Händen und Füßen.

Einbruch

1972 Vom 17. auf 18. Mai waren Kunstdiebe in der Filialkirche in Podlanig am Werk.

2021 Nach der Sturmnacht im Oktober 2018 bahnte sich eine neue Katastrophe an.

Es wurde ein Borkenkäferbefall, in den Wäldern, an dem vom Sturm

übriggebliebenen Fichtenbestand festgestellt. Rasche Schlägerungen konnten das Fortschreiten der Schädigung nicht aufhalten.