Pfarre

St. Martin am Krappfeld

„Damit die Flammen nicht siegen – wo Glaube entzündet - und Liebe löscht“

Am Sonntag, dem 3. Mai, wurde die kleine, wunderschön gelegene Kirche in St. Florian ob Mannsberg bei Passering zu einem besonderen Ort der Begegnung zwischen Himmel und Erde.

Bis auf den letzten Platz gefüllt versammelten sich Gläubige aus den Pfarren St. Martin/Kr., Passering und den umliegenden Pfarren, um gemeinsam das Patrozinium des heiligen Florian zu feiern.
Rund um seinen Gedenktag am 4. Mai zeigt sich Jahr für Jahr: Dieser Heilige lebt im Glauben der Menschen weiter – still, aber kraftvoll.

Die feierliche Wortgottesfeier wurde von Diakon Wolfgang Kahle geleitet und stand ganz im Zeichen einer spürbaren inneren Sammlung und Verbundenheit.

In besonderer Weise wurde die Feier vom Gesangverein Passering unter der Leitung von Herbert Eberhart getragen. Mit großer Ausdruckskraft, klanglicher Tiefe und spürbarer Hingabe ließen die Sängerinnen und Sänger den Gottesdienst zu einem klingenden Gebet werden.
Ihr Gesang war mehr als musikalische Umrahmung – er öffnete Räume, berührte Herzen und ließ etwas von der Schönheit des Glaubens erahnen.
Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt auch dem Obmann des Gesangvereins, Herrn Edwin Obmann, für die Ermöglichung dieser wertvollen musikalischen Mitgestaltung.

In seiner Predigt führte der Diakon die Gedanken der Feier in das Leben der Menschen hinein: Der heilige Florian sei nicht nur ein Helfer in äußerer Not, sondern ein Wegweiser für das eigene Handeln.
„Auch wir sind berufen, zu löschen“, betonte er – dort, wo Streit, Lieblosigkeit, Angst und Hoffnungslosigkeit das Leben verdunkeln. Es sind die leisen, oft unsichtbaren Brände des Alltags, denen mit Mut, Glauben und gelebter Nächstenliebe begegnet werden muss.

Besonders sichtbar wurde dieser Gedanke durch die Mitfeier einer Abordnung der Feuerwehr Pölling und Passering. Unter dem Schutz des heiligen Florian stehend, sind sie „Soldaten der Nächstenliebe“ – Menschen, die nicht wegsehen, sondern handeln, wenn andere in Not sind. Ihr Dienst ist ein starkes Zeichen dafür, dass Helfen und Retten zutiefst christliche Haltungen sind.

Im Anschluss an die Feier lud der Pfarrgemeinderat St. Martin/Kr. zur Agape ein, die bei der Familie Seppi und Claudia Thaler in gemütlicher Atmosphäre stattfand.
In herzlicher Gemeinschaft wurde noch lange miteinander verweilt, gelacht und geteilt – getragen von der Freude dieses Tages.
Ein aufrichtiges Vergelt’s Gott gilt dem Pfarrgemeinderat sowie der Familie Thaler für die großzügige und liebevolle Gastfreundschaft.

So wurde das Patrozinium des heiligen Florian zu mehr als einer Feier: Es wurde zu einem lebendigen Zeichen des Glaubens, der im Miteinander Gestalt annimmt.
Ein Tag, der nachklingt – als Einladung, selbst Licht zu sein, wo Dunkelheit droht, und mitzuhelfen, die „Brände“ unserer Zeit zu löschen, damit Hoffnung wachsen kann.

PAss Sabine Kahle