Ein lebendiger Weltgebetstag der Frauen 2026
„Kommt, lasst euch stärken“
Mehr als 100 Frauen und Männer aus dem Lieser- und Maltatal folgten am 6. März 2026 dem Ruf der nigerianischen Frauen und reihten sich in der Evangelischen Kirche in Gmünd in die weltweite Gebetskette des Weltgebetstages ein. Gemeinsam wurde gefeiert, gesungen und gebetet – verbunden mit Menschen auf der ganzen Welt.
Ein lebendiger Beginn
Musik und Tanz sind ein lebendiger Bestandteil nigerianischer Gottesdienste. Der tanzende Einzug der Frauen in unsere Kirche wurde mit begeistertem, rhythmischem Klatschen begleitet und erfüllte den Raum mit Freude und Lebendigkeit. Schon zu Beginn war spürbar: Dieser Gottesdienst verbindet Kulturen, Glauben und Menschen.
Frauen aus Nigeria im Mittelpunkt
Der ökumenische Weltgebetstag lenkte den Blick auf die vielfältigen und oft herausfordernden Lebensrealitäten von Frauen in Nigeria. Drei Lebensgeschichten gaben Einblick in Erfahrungen, die von Ungerechtigkeit, religiösen Spannungen und Armut geprägt sind – und zugleich von Mut, Glauben und Hoffnung.
Unter dem Titel „Kommt, lasst euch stärken“ wurde gemeinsam gefeiert und gebetet. Die Worte erinnern an die Einladung Jesu: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28). Ein Zuspruch für alle Menschen, die sich müde fühlen oder Sorgen tragen und eine Einladung, neue Kraft zu schöpfen.
Junge Menschen gestalten mit
Besondere Einblicke in das Gastgeberland Nigeria gaben die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Eisentratten, Dornbach und Trebesing unter der Leitung von Jugendreferent Daniel Jezernik.
Auch junge Menschen aus Gmünd gestalteten den Gottesdienst aktiv mit: Vier Firmlinge brachten die Anliegen und Hoffnungen der nigerianischen Frauen in den Fürbitten vor Gott. Weitere vier unterstützten mit großem Engagement die letzten Vorbereitungen – vom Aufstellen der Stühle über die Tischdekoration bis zur Vorbereitung der Bewirtung.
Ein Zeichen der Solidarität
In nigerianischen Kirchen wird das Geben als freudige Gabe verstanden. Ein herzliches Dankeschön allen, die mit ihrer Spende ein Zeichen der Solidarität gesetzt haben.
Die Kollekte in Höhe von € 1.382,81 wird an das Weltgebetstagskommitee Österreich für das Projekt „Gerechtigkeit und Heilung im Nordosten von Nigeria“ weitergeleitet.
Vor dem Schlusslied spendete der evangelische Pfarrer Oliver Prieschl gemeinsam mit dem Provisor der katholischen Kirche Gmünd Francis Nelaturi den Segen.
Begegnung und Gemeinschaft
Beim anschließenden Verkosten nigerianischer Spezialitäten bot sich eine schöne Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Abend in gemütlicher Gemeinschaft ausklingen zu lassen.
Musik, die verbindet
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Christian Kohl (Piano), Kerstin Zettauer (Gitarre) und Maria Moser (musikalische Gesamtleitung und Tanz).
Dank an alle Mitwirkenden
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Weltgebetstag mit Gedanken, Gebeten, Musik, Engagement oder einfach durch ihr Dabeisein möglich gemacht haben.
Möge das gemeinsame Gebet uns weiterhin im Alltag begleiten, uns stärken und miteinander verbinden.
Bericht: Eveline Koch