Pfarre

St. Ulrich bei Feldkirchen

Segnung des Gipfelkreuzes am Lantschnig

Im Rahmen einer feierlichen Maiandacht zum Thema "Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten" (Magnificat - Lk 1,51) wurde das bereits vor einigen Jahren errichtete Gipfelkreuz am Lantschnig von Diakon Norbert Wohlgemuth gesegnet.

Die wunderlichen Erlebnisse des Josef
bei Marienandacht und Kreuzsegnung
am Lantschnig am 5. Mai 2026

Der Josef lebt als Gottesmann
in innigster Betrachtung.
Sieht sich im Land gern Bräuche an,
Meist ohne Übernachtung.

Er fragt sich dann, wie stehts im Ort,
Wie hält mans mit der Sünd.
Wie lebt man hier nach Gottes Wort.
- Er stammt aus Lavamünd -

So hat ihn nun sein Forscherdrang
Zu uns her manövriert.
Es prägt ihn wohl ein Leben lang,
Was ihm wie folgt, passiert:

Er schließt sich unserer Gruppe an,
Und ist uns sehr willkommen.
Drei Frauen sind's und siebzehn Mann.
Natürlich nur die Frommen!

Und schon geht’s los im Pilgerzug,
Marien heut zu ehren.
Der Lantschnig ist grad hoch genug.
Sepp kann sich nicht mehr wehren.

Und mühsam plagt sich nun der Tross
Weit über eine Stund.
So mancher wünscht sich jetzt ein Ross.
Uns folgt ein frommer Hund.

Am Gipfel steht das Kreuz vom Wirt,
Auf einem Findelstein.
Von Ernst mit Schweiß positioniert
Man wird es heute weihn.

Die Andacht hält der Diakon,
Der ist sogar Professa.
Der Kreuzwirt spielt das Saxophon,
Denn keiner kann es bessa.

Und während man andächtig singt,
Ganz ohne Zähneknirschen,
Ist man im Nu sogleich umringt,
Von Füchslein, Has und Hirschen.

Der Sepp traut seinen Augen kaum,
Jetzt singt man Heilig, heilig!
Das Eichhorn springt von Baum zu Baum.
Es hat halt immer eilig.

Beim „Großer Gott, wir loben Dich“
Ist unser Dienst vollbracht.
Die Tiere, still, entfernen sich
und blinzeln uns ganz sacht.

Zum Abstieg gibt’s dann Speck und Wurst
Von Gargerhand serviert,
Und dazu Schnaps, für'n ärgsten Durst.
Was Sepp sehr imponiert.

Der Kreuzwirt lädt zur Endstation
Für diese fromme Gruppe.
Da ist dann Bier der Mühe Lohn
Dazu Kartoffelsuppe.

Zurück fährt Sepp in seine Welt,
Ganz selig und beglückt.
Doch weiß er, wenn er das erzählt
Hält man ihn für verrückt.