Pfarre

St. Ulrich bei Feldkirchen

Musik für einen guten Zweck

6.744,30 Euro für Mabiala

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"Kreuzwirt" - Walter Scheiber übergibt den Erlös an den Verein UJAMAA (Foto: © Elisabeth-Kloesch.at)

Beim Benefizfest „Musiker für Mabiala – Boyei malamu!“ in St. Ulrich wurde der Erlös des Kreuzwirt-Musiksommers für das Kongo-Projekt des Vereins UJAMAA übergeben. Ein Tag voller Musik, Begegnung und gelebter Solidarität.

Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, stand beim Gasthof Kreuzwirt in St. Ulrich bei Feldkirchen nicht nur die Musik im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Musiker für Mabiala – Boyei malamu!“ wurde gemeinsam gefeiert und gleichzeitig für Menschen im Kongo gesammelt. Der Erlös des diesjährigen Kreuzwirt-Musiksommers konnte nun an den Verein UJAMAA übergeben werden: 5.744,30 Euro kamen für das Hilfsprojekt zusammen und am Samstag selbst konnten nochmals € 1.000,- Euro an Spenden eingenommen werden. So konnten insgesamt 6.744,30 Euro überreicht werden.

Die Benefizveranstaltung war der Abschluss einer besonderen Konzertreihe, bei der sich über den Sommer zahlreiche Musikerinnen und Musiker in den Dienst der guten Sache gestellt hatten. Auch der Pfarrverband Feldkirchen hatte zur Veranstaltung eingeladen.

Festgottesdienst als Auftakt

Der Tag begann mit einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Ulrich. Pfarrprovisor Dieudonné Mavudila-Bunda, der selbst aus der Demokratischen Republik Kongo stammt und das Projekt in seiner Heimat unterstützt, feierte mit den Mitfeiernden den Gottesdienst. Im Anschluss ging es zum Gasthof Kreuzwirt, wo die Gäste ein buntes Afrikafest erwartete.

Für Familie Scheiber vom Gasthof Kreuzwirt war die Veranstaltung der Abschluss eines musikalischen Sommers, bei dem zahlreiche Konzerte mit einem sozialen Anliegen verbunden wurden. Die Musikerinnen und Musiker stellten sich dabei in den Dienst des Hilfsprojektes.

Viele Musikerinnen und Musiker machten mit

Über die Sommermonate waren zahlreiche Gruppen und Ensembles beim Kreuzwirt zu Gast. Mit dabei waren die Stadtkapelle Feldkirchen, Fe-rockt, Major 7, Oberkrainer Nostalgie, Blasterix, Big Band L, Techelsberger Blech, High End, Pulse, Carinthia Saxophon Quartett, Kärntner Quintett sowie Gilbert Sabitzer & Dietmar Pickl.

So entstand aus vielen einzelnen musikalischen Veranstaltungen eine gemeinsame Benefizaktion. Beim Abschlussfest wurde sichtbar, was über den Sommer gewachsen war: Musikerinnen und Musiker, Gäste und Unterstützerinnen und Unterstützer kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern und gleichzeitig Menschen in Mabiala zu helfen.

Afrikanische Küche und Begegnung

Auch kulinarisch stand der Tag ganz im Zeichen Afrikas. Im Innenhof des Kreuzwirts wurden afrikanische Gerichte angeboten. Dazu gab es selbst gebackene Mandasi, eine afrikanische Süßspeise.

Mit viel Engagement hatten Heidi und zahlreiche Helferinnen und Helfer für die Bewirtung und Organisation gesorgt. Auch Kindergartenkinder beteiligten sich: Sie gestalteten bunte Flaggen, die das Fest schmückten. Ein herzliches Dankeschön an Melitta Blasge, die mit ihrer afrikanischen Kochkunst die Besucher begeisterte.

Damit wurde der Nachmittag zu einem Fest der Begegnung, bei dem Musik, Kulinarik und das Interesse an einer anderen Kultur miteinander verbunden waren.

6.744,30 Euro für Mabiala

Der wichtigste Moment des Tages war schließlich die Übergabe des Spendenerlöses. 6.744,30 Euro konnten für das Kongo-Projekt des Vereins UJAMAA gesammelt werden.

Das Geld soll für den weiteren Ausbau der Infrastruktur rund um die Krankenstation in Mabiala eingesetzt werden. Konkret ist eine Wasserleitung direkt zur Krankenstation geplant. Eine zuverlässige Wasserversorgung ist für die medizinische Versorgung der Menschen vor Ort von großer Bedeutung.

Mabiala liegt in der Demokratischen Republik Kongo, in der Heimat von Dieudonné Mavudila-Bunda. Das Hilfsprojekt verfolgt das Ziel, die medizinische Grundversorgung der Menschen in der abgelegenen Region zu verbessern. Bereits 2023 wurde über die Pläne zum Aufbau einer Krankenstation berichtet. Damals wurde die große Entfernung zur nächsten medizinischen Versorgung als eine der zentralen Herausforderungen beschrieben.

Auch aktuelle Berichte über das Projekt zeigen, dass die Arbeit in Mabiala Schritt für Schritt weitergeht und insbesondere die Wasserversorgung zu den wichtigen nächsten Aufgaben zählt.

„So viel Menschlichkeit an einem Ort“

Für Elisabeth Klösch, Gründerin des Vereins UJAMAA, war die Übergabe des Spendenerlöses ein bewegender Moment. Sie bedankte sich bei Walter und Heidi Scheiber, den vielen Helferinnen und Helfern sowie bei allen Musikerinnen und Musikern und Gästen, die zum Gelingen der Aktion beigetragen hatten.

Besonders berührt zeigte sie sich davon, dass so viele Menschen ihre Zeit, ihr Können und ihre Energie für das Projekt zur Verfügung stellten. Die Benefizaktion habe ihr und dem Verein neue Motivation und Kraft gegeben.

Auch Pfarrprovisor Dieudonné Mavudila-Bunda gehört zu den Initiatoren und Unterstützern des Projektes. Gemeinsam mit dem Verein UJAMAA soll damit konkrete Hilfe für die Menschen in seiner Heimat ermöglicht werden.

Musik, die Grenzen überwindet

„Musiker für Mabiala“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie aus Musik konkrete Hilfe entstehen kann. Viele einzelne Beiträge haben sich über den Sommer zu einem beachtlichen Spendenergebnis summiert.

6.744,30 Euro sind deshalb weit mehr als eine Zahl: Sie stehen für viele Stunden Musik, für freiwilliges Engagement, für gekochte Speisen, für helfende Hände und vor allem für viele Menschen, die bereit waren, etwas von sich zu geben.

Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt allen Musikerinnen und Musikern, der Familie Scheiber und ihrem Team, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie allen Besucherinnen und Besuchern, die diese Benefizaktion unterstützt haben.

„Musiker für Mabiala – Boyei malamu!“ war ein Fest, bei dem Musik Menschen zusammenbrachte und aus Gemeinschaft konkrete Hilfe wurde.

Quelle: Musiker für Mabiala – Boyei malamu! - Elisabeth Klösch