Pfarre / Fara

Stein im Jauntal/Kamen v Podjuni

Weizen, Roggen und Gerste auf der Erntekrone • Pšenica, rž in ječmen na žitni kroni

Erntedankfest in der Schlosskirche Stein im Jauntal (Obere Kirche) • Zahvalna nedelja v grajski cerkvi Kamen v Podjuni (Zgornja cerkev)

Pfarrübergreifend für beide Pfarren das Erntedankfest in der Oberen Kirche der Pfarre Stein im Jauntal das traditionelle Erntedankfest gefeiert. Die bäuerliche Struktur in beiden Pfarren ist stark verankert, sie ist auch eine wichtige Stütze für den gut ausgebauten Tourismus in der Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See. Bereits zum zweiten Mal hat die Landjugend St. Kanzian und Stein im Jauntal, die voriges Jahr neu gegründet worden ist, die Erntekrone gebunden und in die Pfarrkirche gebracht. Während der Hl. Messe übernahm die bäuerliche Jugend die biblischen Lesungen und die Fürbitten, sowie das Überbringen von Kelch, Wein, Wasser und Hostien zur Gabenbereitung. Gesanglich wurde die Hl. Messe vom MGV Stein im Jauntal feierlich mitgestaltet. Hier zeigt sich, wie die Vereine des Ortes im Laufe des Jahres die verschiedensten Feiern der Kirche mittragen.

Im Mittelpunkt der Feier, die vom Pfarrvorsvorsteher MMag. Michael Golavčnik zelebriert wurde, standen der Dank für die Gaben der Natur und die Wertschätzung die angebauten und veredelten Lebensmittel. Es ist ein besonderes Wissen, das vorhanden ist und das gepflegt werden muss, um nicht alles der industrialisierten Landwirtschaft zu überlassen. Am Ende der Hl. Messe hat ein Mitglied der Landjugend die angebundenen Getreidesorten erklärt und was man damit machen kann und so das Bewusstsein für die Schöpfung Gottes neu geweckt. Bevor der Pfarrer zum Schlusssegen ansetzen konnte, begrüßte PGR-Obfrau Claudia Rogatschnig ganz offiziell den neuen Pfarrer und versicherte ihm die weitere gute Zusammenarbeit.

Im Anschluss an die Hl. Messe haben Mitglieder des Pfarrgemeinderates zur Agape mit köstlichem Wildgulasch oder Bratwurst mit Kartoffelsalat vor das Hospiz eingeladen. Unter einem schützenden Zelt auf den Vorplatz der Kirche fanden alle Gäste einen Platz. PGR-Mitglied Hermann Schwarz bekam das Wild von den Jägern aus der Umgebung und alle Speisen wurden von der eigenen Hospizküche ausgegeben. Der Erlös geht zu Gunsten der Pfarrkirche, in der die Krypta der Seligen Hildegard von Stein hergerichtet werden soll. Unter dem großen weißen Zelt der Pfarre haben sich die Gäste unter der Musikdarbietung der Landjugend bestens gefühlt und das nebelige Wetter wechselte bald zum schönsten Sonnenschein.

Zehn verschiedene Torten und Kuchen wurden zum sonntaglichen Kaffee von Frauen aus dem Ort angeboten. Die Landjugend ging von Tisch zu Tisch und schenkte leichten Weichselschnaps als Zerstäuber ein. Es wurden noch viele lustige, wie auch kreativen Stunden bei der Agape verbracht haben, wo zukünftige Ereignisse vorbesprochen wurden. Wie bei der Pfarrgemeinderatssitzung am 12.10.2026 besprochen, wird die Pfarre Stein im Jauntal die Entfernung der überwachsenden Sträucher und Bäume auf Pfarrgrund vornehmen, die den Kreuzweg und den Schlossfelsen bedecken. Der Kulturverein Stein/ Kamen unter der Leitung von OSR Valentin Blantar organisiert die Säuberung der anderen Flächen, die nicht der Pfarre gehören. Anwesend war Bürgermeister Thomas Krainz, der gemeinsam mit dem Pfarrer die anschließende Bewirtung der Arbeiter und deren Helferinnen und Helfer, die den Schlosshügel wieder säubern werden, übernehmen wird. Weiters wurden auch Pfarrwallfahrten in die nährere Umgebung sowie die Ehrung von verdienten Pfarrmitgliedern besprochen. Die vielfältige Wirken der beiden Pfarren zeigte sich auch an diesem Tag, wo in der Pfarrkirche St. Kanzian am gleichen Tag der Weltmissionssonntag gefeiert wurde, den der Gemischte Chor Ruden mitgestaltet hat. Ein herzliches Dankeschön für die schön gestaltete Erntedankmesse und an alle, die zum Gelingen dieser stimmungsvollen Feier beigetragen haben! Wie der Weizen, der Roggen und die Gerste, kunstvoll gebunden auf der Erntekrone, zeigt sich in diesem Erntedankfest die Vielfältigkeit der Zusammenarbeit in der Pfarre, der Kirche vor Ort.

Pšenica, rž in ječmen na žitni kroni

Vsako leto praznujemo zahvalno nedeljo. Enkrat na leto se je treba še prav posebno zahvaliti za vse dobrote, ki smo jih prejeli v teku leta. To še posebno izrekamo v letnem času, kjer pospravljamo naše sadove, kjer je žetev in priprava na zimo, ki nas čaka. V tem trenutku Bogu izreči svoj hvala, nas naredi odprte za večjo razsežnost življenja. Hvala, da je vse to uspelo, poleg našega truda in prizadevanja.

Reči hvala je tudi v naših medosebnih odnosih silno potrebno. Marsičesa se naredi, brez da bi bili sami pri tem vključeni. Doma, ko mama pripravlja zajtrk ali kosilo, ko si ata vzame čas in se z otroci igra ali z njimi kaj ustvari. In brat in sestra, ki skupno skrbita tudi za čistočo v hiši, da pospravita igračke, ko sta končala z igranjem. Za to medsebojno spoštovanje in pazljivost je treba večkrat v letu reči hvala. Kdor se svojemu sočloveku zahvaljuje, prijema stoteren sad svojih prizadevanj. Postane pravi Jezusov učenec, ker se zaveda, da največ v svojem življenju prejema od Boga.

Posebni kovanec medsebojnega sodelovanja je bil viden tudi pri zahvalni nedelji na Kamnu v Podjuni. Kmečka mladina je spletla žitno krono in dejavno sodelovala pri nedeljski liturgiji, nemški moški zbor Kamen v Podjuni je slovesno pel pri sv. maši in sodelavke in sodelavci župnijskega sveta pa so podkrbeli za okusen lovski golaž ali pečenko z repičevo solato. Ob dobri pijači in jedači so ljudje ostali do poznih popoldanskih ur, kjer so sladkokusci ob bogati izbir tort in pecava prišli na svoj račun. Med drugim je dokončno darasla misel, da bo treba očistiti grajski grič od bujnega grmovja. Samo tako je znameniti križev pot koroških umetnikov spet viden daleč naokoli. Pri tem pomaga domače kulturno društvo ter župan občine s občinskim svetom Škocjan v Podjuni z gmotno in dejavno podporo. Kakor pšenica, rž in ječmen na žitni kroni, je tudi tokratno praznovanje zahvalno nedeljo pokazalo, kako raznovrstno in "okusno" je sodelovanje v celotni fari.