Organisation

Jubiläum 950 Jahre Bistum Gurk

Auftakt “950 Jahre Bistum Gurk”

Abendlob in der Christkönigskirche

"Von Gott und der Geistkraft getragen - Frauen auf dem Weg durch die Geschichte"

Mit einem Abendlob in der Christkönigskirche wurden am Abend des 6. Mai die Feierlichkeiten zum Jubiläum „950 Jahre Bistum Gurk“ begonnen.

„Am Anfang stand eine Frau – die heilige Hemma“, begann Bischof Josef Marketz seine Ansprache zur Eröffnung des Abendlobes. Er bezeichnete es als ein „Wunder“, dass in diesem Jahr das 950-Jahr-Jubiläum gefeiert werden kann, denn trotz massiver Turbulenzen und zweier (fast) Konkurse ist es immer wieder auferstanden. Nun kehrt es wieder zu seinen Wurzeln zurück, der Hilfe für Arme und der Unterstützung pfarrlicher Seelsorge. Bischof Marketz verwies auf die Vielfalt des Bistums mit seinen großartigen Bauwerken, mit seiner umfassenden Struktur, mit seinen Unternehmen, vor allem aber mit den vielen Menschen, die das Bistum prägen und von ihm geprägt werden.

Dabei verwies der Bischof auf die zahlreichen Frauen, die das Glaubensleben in diesem Land tragen. „Heute können wir stolz auf diese 950 Jahre zurückblicken und mit Freude feiern“, so Marketz, der im Blick auf die hl. Hemma betonte: „Von dieser Heiligen bleibt so viel. Vor allem aber ihr Leben und ihr Glaubenszeugnis, das uns immer noch Vorbild ist.“

Das Abendlob selbst stand unter dem Motto „Von Geisteskraft getragen“. Im Blick auf die hl. Hemma wurde es von Frauen gestaltet. Am Beispiel dreier heiliger Frauen wurden „Frauen als Trägerinnen der Weisheit“ dargestellt: die hl. Lydia, eine Purpurhändlerin aus Philippi, die vom Apostel Paulus als erste Frau in Europa getauft wurde.

Als zweite Frau „sprach“ Ammasarah, eine Wüstenmutter aus dem 5. Jahrhundert. Sie musste gegenüber den Wüstenvätern ihren „Mann“ stehen und Stärke beweisen.

Ebenfalls eine starke und weise Frau, die sich sogar gegenüber dem Papst behauptete, war die hl. Katharina von Siena. Sie wurde sogar zur Kirchenlehrerin erhoben und ist Schutzpatronin von Europa.

Gerald Heschl, Kirchenzeitung "Sonntag"