Ein Jahr gelebter Gemeinschaft und Glaubenskraft

Das Jahr 2025 war für die Komturei Klagenfurt von zahlreichen geistlichen Feiern, Begegnungen und öffentlichen Auftritten geprägt. Von der Fastenzeit bis zum weihnachtlichen Festkapitel zeigte sich ein lebendiges Ordensjahr, das von Glaube, Gemeinschaft und Verantwortung für die Kirche sowie für die Christinnen und Christen im Heiligen Land getragen war. Die verschiedenen Veranstaltungen machten deutlich, wie eng geistliches Leben, geschwisterliche Verbundenheit und kirchliche Präsenz miteinander verbunden sind.

Geistlicher Auftakt im Frühjahr

Den Auftakt bildete Ende März die Heilig-Haupt-Andacht in Feldkirchen. Prozession, Pontifikalamt und Fasten-Agape verliehen der Feier einen würdigen Rahmen und machten sichtbar, wie eng liturgisches Leben und konkrete Solidarität mit dem Heiligen Land im Selbstverständnis des Ordens verbunden sind.

Anfang April nahmen Mitglieder der Komturei an den Einkehrtagen in der Erzabtei St. Peter in Salzburg teil. Im Mittelpunkt standen Gebet, geistliche Impulse und gemeinschaftlicher Austausch. Diese Tage boten Raum zur inneren Vertiefung und stärkten zugleich das Bewusstsein für die gemeinsame Sendung des Ordens.

Mai als Monat besonderer Begegnungen

Ende Mai versammelten sich die Mitglieder im Klagenfurter Dom zur feierlichen Maiandacht mit anschließendem Festkapitel. Prior Domdekan Peter Allmaier leitete die Messe, die Predigt hielt der slowenische Diözesanbischof Andrej Saje, selbst Ritter des Ordens. Inhaltlicher Höhepunkt des Abends war der Vortrag über die katholische Kirche in Slowenien im Vergleich zu Österreich und den Schulterschluss mit der Diözese Gurk, der für regen Austausch sorgte. Den Abend wohnte auch der ehemalige Hohe Repräsentant Botschafter Valentin Inzko bei.

Nur zwei Tage später präsentierte sich der Ritterorden bei der Langen Nacht der Kirchen in Kärnten an gleich zwei Orten. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, mehr über Geschichte, Spiritualität und Aufgaben des Ordens im Heiligen Land zu erfahren. Zu Pfingsten nahm die Komturei außerdem am Pennälertag in Klagenfurt teil und zeigte damit ihre Verbundenheit mit katholischen Traditionsgemeinschaften.

Zeugnis in Kirche und Öffentlichkeit

Am Fronleichnamstag beteiligte sich die Komturei an der feierlichen Messe und Prozession in Klagenfurt. Kurz darauf folgte die Teilnahme am Treffen der Sektion Friaul-Julisch Venetien in Zuglio, bei dem geistliche Feier, internationale Begegnung und kultureller Austausch auf besondere Weise zusammenfanden.

Im Laufe des Jahres durfte die Komturei zudem hohen Besuch empfangen: Statthalter Werner Johler und Kanzler Martin Partilla kamen nach Kärnten, trafen Bischof Josef Marketz und nahmen an einem festlichen Ordenskapitel in Villach teil.

Sommer, Wallfahrt und festliche Höhepunkte

Im Juli führte eine Wallfahrt nach Maria Plain, verbunden mit der erweiterten Statthalterreiratssitzung, zu einem weiteren Höhepunkt des Ordensjahres. Wenige Tage später stand beim Sommerfest im Kloster Wernberg die brüderliche Gemeinschaft im Mittelpunkt. Begegnung, gemeinsames Feiern und das Miteinander abseits des formellen Rahmens verliehen diesem Tag einen besonderen Charakter.

Am Hochfest Mariä Himmelfahrt prägten ein festlicher Gottesdienst im Klagenfurter Dom und die traditionelle Marienschiffsprozession das Ordensleben. Im September folgte in Klagenfurt das Treffen dreier päpstlicher Orden, das die geistliche Verbundenheit und den Austausch untereinander eindrucksvoll sichtbar machte.

Abschluss des Jahres

Den feierlichen Abschluss bildete im Dezember das weihnachtliche Festkapitel in Ferlach. Messe, Kapitel und gemeinsames Beisammensein rundeten ein Jahr ab, das von Glauben, Gemeinschaft und lebendigem kirchlichem Zeugnis getragen war.

In der Rückschau zeigt sich das Jahr 2025 als ein Jahr der inneren Geschlossenheit und der offenen Begegnung. Die Komturei Klagenfurt hat in Gottesdiensten, Wallfahrten, Vorträgen und Festen eindrucksvoll sichtbar gemacht, wofür der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem steht: für geistliche Tiefe, geschwisterliche Verbundenheit und solidarische Verantwortung.