Organisation

Caritas Kärnten

Wichtiger Meilenstein für gelebte Hospizkultur im Caritas-„Haus Michael“

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Beim feierlichen Projektabschluss: Anita Freithofnig-Aigner (Projektleitung HPCPH Kärnten), Bernadette Pirker (PA und Palliativbeauftragte), Florian Fuchs (DGKP und Palliativbeauftragter), LR.in Dr.in Beate Prettner, Katrin Rainer (PDL Haus Michael), Marion Auer-Fercher (kaufmännische Geschäftsführerin, Caritas Kärnten) Brigitte Pekastnig (Vizepräsidentin Gesundheits- und Soziale Dienste Rotes Kreuz) und Donata Rössler-Merlin (Bereichsleiterin Caritas Kärnten). Fotocredit: Caritas

Im Caritas-Pflegewohnhaus „Haus Michael“ in Obervellach konnte gemeinsam mit dem Kärntner Landesverband von Hospiz- und Palliativeinrichtungen ein bedeutender Schritt im Bereich „Hospizkultur und Palliative Care in Pflegeheimen“ (HPCPH) gefeiert werden. Zahlreiche Ehrengäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen an der feierlichen Übergabe der Abschlussurkunde teil.

Seit dem Start des Projekts im Jänner 2025 wurde im „Haus Michael“ intensiv daran gearbeitet, die Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase noch bewusster und würdevoller zu gestalten. Rund 80 Prozent der Mitarbeiter*innen absolvierten mehrtägige Schulungen und Workshops im Bereich Hospizkultur und Palliative Care. Die Inhalte wurden unmittelbar in den Pflegealltag integriert.

Pflegedienstleiterin Katrin Rainer betonte, dass die Auseinandersetzung mit den letzten Tagen und Stunden im Leben der Bewohner*innen heute ein zentraler Bestandteil der Pflege- und Betreuungsarbeit geworden sei. Durch die intensive Weiterbildung habe das Team mehr Sicherheit und Handlungskompetenz gewonnen und zugleich nachhaltige Strukturen geschaffen.

Ein sichtbares Zeichen dieser Entwicklung ist unter anderem ein eigens eingerichtetes Palliativzimmer, das Raum für Ruhe, Nähe und Abschied bietet. Ergänzt wird das Angebot durch regelmäßige Palliativteamsitzungen sowie die enge Zusammenarbeit mit Hospizteam, Seelsorge und freiwilligen Mitarbeiter*innen.

Auch organisatorisch wurden wichtige Grundlagen geschaffen: Eine Aromapflege-Palliativbox, eigene Dokumentations- und Übersichtsmappen sowie klar definierte Abläufe unterstützen die Mitarbeitenden im sensiblen Pflegealltag.

Bei der feierlichen Urkundenübergabe gratulierte Gesundheitsreferentin Beate Prettner dem gesamten Team und würdigte dessen „Weitsicht und Umsicht in der Betreuung und Pflege“.

Für Donata Rössler-Merlin, Bereichsleiterin für stationäre Betreuung und Pflege der Caritas Kärnten, zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie wichtig Motivation, Weiterbildung und Zusammenarbeit seien: Die hohe Bereitschaft des Teams, neue Wege zu gehen, spiegle sich unmittelbar in der Qualität der Betreuung wider.

Mit dem erfolgreichen Teilprojektabschluss setzt das Caritas-Pflegewohnhaus Haus Michael ein starkes Zeichen für eine Pflegekultur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt – und ein Leben in Würde bis zuletzt ermöglicht.

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